Black Death

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Im folgenden ist eine bunte Sammlung von deutschen und englischen Reviews und Interviews zu "Black Death. Aufgrund der großen Anzahl an Artikeln haben wir uns entschlossen, auf Übersetzungen vom Deutschen ins Englische und umgekehrt zu verzichten.

Ein besonderer Dank geht an Evi und Anne, die fast alle Artikel auf dieser Seite gefunden haben.

Here is a colourful mixture of German and English reviews and interviews for Black Death. Because of the amount of articles, we decided to not translate them from German to English and vice verca. Please scroool down for the English written parts.

My special "Danke" goes to Evi and Anne, who have found nearly all the articles on this page.

rg/1. Oktober 2010

 
           
 

Der ka-news-Kinotipp: Black Death

Karlsruhe - Seit vergangenem Donnerstag ist der Mittelalter-Streifen "Black Death" in Karlsruhe zu sehen. Dabei entpuppt sich der untypische Genre-Außenseiter bei genauerer Betrachtung als eine Perle der Filmkultur, die durch eine hervorragende Regie-Arbeit besticht. Leider wird das Werk jedoch nach aller Wahrscheinlichkeit an der Aufmerksamkeit eines breiten Publikums vorbeigehen.

Der ka-news-Kinotipp von Daniel Cornicius

Das Jahr 1348. Europa wird von der Pest heimgesucht - überall lauert der Tod. Um seine heimliche Geliebte Averill (Kimberley Nixon) vor der Seuche in Sicherheit zu bringen, schickt sie der junge Kloster-Novize Osmund (Eddie Redmayne) in die abgeschiedenen Wälder, aus denen beide stammen.

Kurz darauf schließt sich der junge Mönch einer Truppe finsterer Söldner an, die nach einem ortskundigen Führer auf dem Weg in die Wälder suchen. Im Auftrag des Bischofs sollen die Männer ein abgelegenes Dorf unter die Lupe nehmen, dessen Bewohner einen Pakt mit dem Teufel eingegangen sein sollen und so von der Pest verschont werden. Die Gelegenheit für Osmund, seine Geliebte wiederzusehen. Es beginnt eine Reise durch das von der Epidemie verseuchte Land, bei der jede Menge Blut fließt und der Glaube der Krieger auf eine harte Probe gestellt wird.

Wer ein strahlendes Fantasy- oder Ritterepos erwartet, bei der fesche Recken in glänzenden Rüstungen und mit wallendem Haar für das Gute streiten, der wird bitter enttäuscht. "Black Death" liefert ein ungeschöntes Bild des 14. Jahrhunderts, das historisch gut recherchiert ist und so durch Authentizität überzeugt. Die Krieger sind zu jeder Brutalität bereit, haben schlechte Zähne und gehen zu Fuß. Die Kämpfe sind wenig elegant und werden als das dargestellt, was sie wirklich waren: Ein verrohtes Aufeinander-Eindreschen - nur mit Eisenwaffen, statt mit der Keule wie in der Steinzeit. Nein, diese Mittelalter-Vision regt nicht zum Schwärmen an, sondern erinnert daran, wie glücklich sich jeder schätzen kann, dass dieses finstere Zeitalter lange vorbei ist.

Mit inszenatorischer Brillanz lässt Regisseur Christopher Smith den Zuschauer über weite Strecken im Unklaren darüber, ob nun tatsächlich übernatürliche Geschehnisse im Gang sind oder nicht. Mit diesem Trick - im Film ist ja alles möglich - erzeugt er genau jene Verunsicherung, welche die Menschen in der Geschichte des Abendlandes so oft an Magie und Hexerei glauben und die schrecklichsten Gewalttaten verüben ließ. Wer gegen das Böse kämpft, darf eben nicht zimperlich sein.

Durch das Eintauchen in diese von Gewalt und Tod bestimmte Welt, in der menschliches Leben so flüchtig ist, kann der Zuschauer eine leise Ahnung davon bekommen, wie sich die hohe Bedeutung von Religion im Mittelalter erklärt. Ganz nebenbei liefert der Handlungsverlauf in der Interpretation auch vereinzelte Erklärungsansätze für die unmenschliche Gewalt, die das heute nostalgisch romantisierte Zeitalter prägt. Es ist die eigentliche Leistung von "Black Death", ein greifbares und plausibles Bild des Mittelalters zu liefern, das fast dokumentarische Qualität besitzt.

And The Oskar Goes To ... Who?

Dass der Cast ohne internationalen Superstar auskommt, ist eher eine Stärke als eine Schwäche des Films. Sämtliche Darsteller sind passgenau auf ihre Rolle ausgewählt und verleihen dem Werk eine besondere Glaubwürdigkeit. Ein überzeugender Sean Bean führt seine Söldnertruppe durch die mittelalterliche Pampa und erhält als einziges bekanntes Gesicht die souverän erspielte Aufmerksamkeit, die ihm als Boromir im ersten Teil der Herr-der-Ringe-Trilogie nur bedingt zuteil wurde.

Leider wird die Abwesenheit internationaler Superstars auch für die Abwesenheit vieler Kinobesucher sorgen - ein Schicksal, das "Black Death" mit dem letzten Oskar-Gewinner "The Hurtlocker" teilen wird. Ähnlich wie dieser, läuft der ambitionierte Streifen nur auf einem Nebenprogramm-Platz im Filmpalast am ZKM. In den Programmen anderer Karlsruher Kinos sucht man gar vergeblich. Und so könnte es bei der nächsten Oskar-Verleihung - sollte "Black Death" von den Juroren berücksichtigt werden - durchaus wieder passieren, dass ein verwundertes Publikum noch nie etwas von einem der Nominierten oder sogar dem Gewinner-Film gehört hat. Da könnte man sich fragen, nach welchen Kriterien die Kinobetreiber eigentlich ihre Filme auswählen...

Quelle: http://www.ka-news.de/kultur/karlsruhe/Der-ka-news-Kinotipp-Black-Death;art136,470921

   
           

www.unserekirche.de, 10.09.2010

Ab 9. September im Kino

Black Death

Aberglaube und Fanatismus – Christopher Smiths Film „Black Death“ entführt auf eine Reise ins allerfinsterste Mittelalter.

Man könnte „Black Death“ schnell als oberflächliche Action mit einer Portion Mystik und einem gewissen Ekelfaktor abtun. So etwas suggeriert jedenfalls der Trailer: lärmendes Pathos in Rüstung und Mönchskutte, „Der Name der Rose“ trifft sich mit dem Hexenjäger in der Recyclingtonne. In der Tat wird im Film geheimnisvoll getan, wird gemeuchelt, gekämpft und gefoltert.

Doch Regisseur Christopher Smith hat schon mit „Triangle“ bewiesen, wie komplex und intelligent er erzählen kann. Und so erschöpft sich „Black Death“ nicht in Action oder Horrorelementen, sondern setzt auf Atmosphäre und Zeitkolorit und geht mit ungewöhnlichem Ernst an seinen Stoff heran.

Gedreht wurde die britisch-deutsche Koproduktion in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und im Harz mit weitgehend deutschem Stab, aber englischer Besetzung. Im Jahr 1347 zieht der schwarze Tod, die Pest, durch England. Die Angst hat die Menschen fest im Griff, scheinbare Gewissheiten lösen sich auf. Der Aberglaube blüht und bereitet das Feld für Fanatiker verschiedener Couleur. Während schon ganze Landstriche entvölkert sind, scheint es irgendwo ein Dorf zu geben, das von der Pest verschont wird – für die Kirche ein Indiz, dass die Bewohner mit dem Teufel im Bunde stehen.

Deshalb soll ein kleiner Trupp von Gotteskriegern unter der Führung von Ritter Ulric (Sean Bean als fundamentalistischer Hardliner) sich der Sache annehmen. Im Gepäck haben sie allerlei Folterwerkzeuge, denn „brutalstmögliche Aufklärung“ ist gefragt. Der junge Mönch Osmund (Eddie Redmayne) soll sie führen, ein zweiflerischer junger Mann, dessen verbotene Liebe zu einem Mädchen noch dramatische Folgen haben wird.

Bei der Reise durch verheerte Landschaften betonen die sorgfältige Ausstattung und die stimmigen Sets die ferne Vergangenheit des Stoffs, während die grobkörnigen Handkamerabilder den Betrachter in das Geschehen hineinziehen. Das entlegene geheimnisvolle Dorf erscheint dann folgerichtig wie ein anderer Planet: Plötzlich stehen die schmutzstarrenden Krieger höchst adretten Landsleuten gegenüber, die in scheinbar perfekter Harmonie ihr Heidentum pflegen – nicht nur gottlos, sondern obendrein in einem Matriarchat.

Ihr Oberhaupt ist Langiva (Carice van Houten) – eine Hexe oder nur eine charismatische Heilerin? Auch wenn sich bald die finsteren Seiten der Idylle herausstellen, bleiben alle Zuordnungen von Gut und Böse fragwürdig. Ist die Grausamkeit der Heiden nicht nur Selbstschutz gegen die Verfolgung durch die Christen? Ist Langiva nicht nur deshalb so fanatisch antichristlich, weil fanatische Christen ihren Mann ermordet haben?

Letztlich konstruiert das clevere Drehbuch von Dario Poloni mit den Mitteln des Genres eine Versuchsanordnung, die zwei radikale Systeme, zwei sich gegenseitig negierende Gesellschaften, ineinander spiegelt. Ihr Wechselspiel von ideologischer Verhärtung und Gewalt wird mit aufklärerischer Konsequenz geschildert – bis zum unversöhnlichen Ende. So kommt einem dieses Mittelalter auch ohne hinkende Vergleiche zwischen Pestangst und Schweinegrippenhysterie erstaunlich nahe.

Autor: Patrick Seyboth

Dieser Beitrag wurde am 10.9.2010 um 17.04 Uhr veröffentlicht.

Quelle:http://www.unserekirche.de/kultur/kino/black-death_5934.html

     
           
 

www.prosieben.de, 09.09.2010

Im Herzen der Finsternis

„Black Death“ bietet Kostüm-Horror mit Mystery- und deftigen Splatter-Effekten. Sean Bean glänzt als Ritter, dessen Glaube in den Grundfesten erschüttert wird.

Im Jahr 1348 wird Europa von der Pest heimgesucht. Der schwarze Tod rafft Millionen Menschen dahin, eine Rettung scheint es kaum zu geben. In ihrer Hilflosigkeit erklärt die Kirche die Pest zu einer gottgewollten Strafe.

Diejenigen, die sich nicht in ihr Schicksal fügen wollen, flüchten sich in ihrer Not in Aberglauben und Promiskuität. Als in England bekannt wird, dass ein Dorf offensichtlich von der Epidemie verschont bleibt und dort heidnische Rituale abgehalten werden, reagiert die Kirche umgehend. Soll ihr Einfluss nicht noch weiter schwinden, kann man solches Treiben nicht dulden.

Daher entsendet der Bischof eine Schar von Söldnern und Folterknechten unter der Führung des Ritters Ulric (Sean Bean) und des Novizen Osmund (Eddie Redmayne) in das kleine Dorf. Die Männer sollen dem Spuk ein Ende bereiten. Unversehens aber geraten sie mitten hinein ins Herz der Finsternis...

Düsterstes Mittelalter

Regisseur Christopher Smith hat sich mit Filmen wie „Creep“ oder „Severance – Ein blutiger Betriebsausflug“ durchaus einen Namen als Horror- respektive Splatter-Experte gemacht, der gerne auch schon mal auf einen humorvollen Unterton setzt.

Von diesem Unterton ist bei „Black Death“ aber nichts mehr zu spüren. Ob das Mittelalter tatsächlich so düster war, wie es hier geschildert wird, mag dahin gestellt sein. Dass der schwarze Tod, die große europäische Pest-Pandemie zwischen 1347 und 1353, die geschätzte 25 Millionen Todesopfer gefordert haben soll, den Menschen dieser Zeit wie die Apokalypse vorgekommen sein muss, steht aber außer Frage.

Eine Welt wie geschaffen von Bosch oder Breugel

Ganz diesem Zeitgeist verhaftet, entwirft Smith dann auch ein Szenario, wie es düsterer nicht sein könnte. „Wir reisen in die Hölle, aber Gott reist mit uns“ sagt Ulric einmal zu seinen Männern.Und muss doch schon bald erkennen, welch fataler Irrglaube dem zweiten Teil seiner Aussage zugrunde liegt.

Smith schickt seine Protagonisten in eine Welt gleich den künstlerischen Visionen eines Hieronymus Bosch oder eines Jan Breugel. Eine Welt, die Gott längst verlassen hat und die in Qual und Tod versinkt. Eine Welt auch, die der Regisseur in Deutschland auferstehen ließ, an Schauplätzen in Sachsen-Anhalt und in Brandenburg, die einem mittelalterlichen Landschaftsgemälde entsprungen scheinen.

Dieses Ambiente füllt er mit Schock-Szenen, wie man sie aus seinen früheren Filmen bereits kennt, ohne dass diese Szenen aber zum reinen Selbstzweck verkommen würden.

Brücke ins Hier und Jetzt

Was auch an der Glaubwürdigkeit der Charaktere liegt. Diese wilde Meute unter der Führung von Ulric hat ganz unterschiedliche Motive für ihre Beteiligung an der gefährlichen Mission. Nicht jeder ist wirklich am Heil der Kirche interessiert.

Vor allem Sean Bean überzeugt als Ritter, dessen Glaube in seinen Grundfesten erschüttert wird. Und auch Eddie Redmayne als junger Mönch, der in Versuchung gerät, spielt sehenswert, weil differenziert.

Dass Smith zudem geschickt aktuelle Fragen anschneidet, wie den Stellenwert von Religion für eine Gesellschaft und religiösen Fundamentalismus und das Unrecht, das unter dem Deckmantel des Glaubens begangen wird, schlägt eine Brücke ins Hier und Jetzt und macht „Black Death“ damit zu einem durchaus sehenswerten Film. Und Genre-Fans werden von Smith ohnehin bestens, also auf deftigste Weise bedient.

Andreas Kötter

Quelle: http://www.prosieben.de/kino-dvd/kino/filmkritik/black-death-1.2010247/

 

   
           

www.gala.de, 09.09.2010

"Black Death":
Glaubenskriege sind die Pest

Sean Bean schwingt sich mal wieder aufs Pferd, Regisseur Christopher Smith dreht seinen ersten Film im historischen Setting, gedreht wurde in Deutschland (Nebel! Ruinen!) und das Ergebnis kann man sich gut anschauen

09.09.2010 16:38

Regen liegt in der Luft, der Nebel hängt tief und die paar Sonnenstrahlen scheinen auf eine trostlose Landschaft. In einer Lichtung hat sich ein Pulk Menschen versammelt, kreischend und schimpfend. Eine Frau steht an einen Pfahl gebunden und der große Holzstoß zu ihren Füßen macht überdeutlich, dass sie dort ihr Leben lassen soll. Empört will Osmund, ein Mönch, dazwischengehen, sich dafür sogar mit den Umstehenden anlegen. Ein Ritter aus seiner Reisegruppe steigt ebenfalls ab, die dreckige Meute weicht zurück. Waffe und Rüstung machen deutlich, wer hier der Stärkere ist. Der Ritter, Ulric ist sein Name, geht auf die Frau zu, fasst sie um die Schultern, spricht mit ihr und führt sie ein paar Schritte vom Holzpfahl, an dem sie eben noch verbrannt werden sollte, fort. Der junge Mönch schöpft Hoffnung und atmet auf. Da stößt der Ritter der Frau die Klinge in den Bauch und lässt die Sterbende zu Boden fallen. Wenn Glaubenseifer und Hysterie das Land verwüsten, ist mehr Gnade nicht zu erwarten.

Story
Der junge Mönch Osmund bietet sich einer Gruppe Kirchenritter, die in seinem Kloster um HIlfe bitten, als Kundschafter an. Die Gruppe sucht auf bischöflichen befehl nach einem abgelegenen Dorf, in der - obwohl die Pest sonst ganze Landstriche überzieht und menschenleer zurücklässt - offenbar kein Einwohner an der furchtbaren Seuche erkrankt ist. Was schützt die Bewohner des Ortes? Von Nekromantie und Zauberei ist die Rede. Weshalb die schwer bewaffnete Forschungstruppe auch eine mobile Folterkammer mit sich führt. Nur der rechte Glaube führt zum rechten Tod.

Osmund jedoch hat auf dieser Reise sein eigenes Ziel vor Augen: Seine Liebste finden, mit der er sich in der Nähe des geheimnisvollen Dorfes treffen wollte, um möglicherweise gemeinsam zu fliehen.

Als die Truppe das Dorf findet, scheint alles idyllisch und friedlich. Klar ist allerdings, dass die Christen hier mindestens auf eine Gemeinschaft von Heiden mit Ritualen im nächtlichen Fackelschein gestoßen sind. Oder geht gar Teuflisches vor? Die Ritter geben sich als verirrte Reisende aus und werden gastfreundlich aufgenommen. Doch bald zeigt sich, dass beide Seiten nicht ehrlich miteinander umgehen. Und dann wird die Atmosphäre ungemütlich bis blutig. Und Osmund wird vor eine schwierige Wahl gestellt.

Stars
Sean Bean, genau, der Boromir aus "Der Herr der Ringe", darf wieder einmal Schwert und Rüstung schultern und grimmig durch die Wälder reiten. Das tut er gut. Seinen Ritter Ulric findet er bis zu einem gewissen Grad sogar sympathsich, verrät der Engländer im Interview. Weil er eigentlich ein Guter sei und fest an seine Sache glaube. Er habe starke Gefühle und eine traurige Hintergrundgeschichte. Leider werde er am Ende ein wenig fanatisch. Überhaupt sei ein Dreh mit Rüstung eine interessante Abwechslung und ein Spaß, weil dann in der Regel auch eine ordentliche Ladung Action dabei sei.

Carice van Houten verkörpert die Dorfpriesterin Langiva. Die Holländerin kennt man auch Filmen wie Verhoevens "Black Book" und Cruises Stauffenberg-Film "Walküre". Sie zeigt erfolgreich beide Seiten von Langiva: die süße Verführerin und die strenge Anführerin. Und ihr Haar weht ganz zauberhaft über dem nebligen Moor.

Den jungen Mönch Osmund spielt Eddie Redmayne. Der 28-Jährige etabliert sich inzwischen als gut beschäftigter Zweite-Reihe-Schauspieler, zum Beispiel in "Die Schwester der Königin". Hier ist er manchmal ein bisschen vom Ringen um seine Seele überfordert und wirkt wie ein geblendetes Reh. Es ist aber auch wahrlich nicht leicht, gegen zwei gestandene Schauspieler wie Sean Bean und Carice van Houten anzuspielen.

Hintergrund
Dass er keine Angst vor Tod und Teufel hat, hat Regisseur Christopher Smith bisher eher im klassischen Horror-Genre bewiesen: "Creep" und "Severance" gehören da zu seinen Referenzen. Dies ist sein erster Ausflug in die Vergangenheit. Der Dreh fand zu großen Teilen in Sachsen-Anhalt statt. Weil die deutsche Filmförderung so etwas großzügig unterstützt. Aber auch, weil dort einige Landstriche noch richtig abgelegene Anblicke vermitteln. Kein McDonalds, keine Strommasten, weniger Zickenalarm als beim Drehen in der Londoner U-Bahn, wie Smith es von "Creep" kennt. "Alle in Deutschland waren sehr nett und hilfsbereit", erzählt Smith.

"Black Death" will er als Actionfilm mit historischen Setting und mit aktuellem Anknüpfungspunkt verstanden wissen. Denn das Thema, wozu fanatischer Glaube die Menschen treibt, ist ja ein aktuelles. Kein Horrorfilm diesmal. "Not horror, horrible", beschreibt er das, was Menschen Menschen antun und was täglich in den Nachrichten zu sehen ist. Diesen Alltagsgrauen wollte er auch seinen Charakteren einimpfen und hat dafür die komplette zweite Hälfte des Skripts umgeschrieben, verändert und das Ende entmystifiziert.

Fazit
"Black Death" ist ein Film, der die breite Masse ansprechen soll. Mit viel Action unterhalten, aber auch ein bisschen nachdenklich stimmen. Das zeigt sich auch darin, dass der eher kleine Film von seinem eher kleinen Verleih sogar Fernsehwerbung in der Woche vor Kinostart spendiert bekommt. Und dass Smith einen großen Namen wie Sean Bean einsetzen durfte (von dem er übrigens sehr schwärmt, als Schauspieler und Mensch). Die Rechnung könnte aufgehen, denn "Black Death" ist solide inszeniertes Kino, das seine Botschaft mit einer etwas strikteren Führung durch die Geschichte und ein bisschen Budenzauber noch nachdrücklicher hätte herüberbringen können.

Claudia Fudeus

Quelle: http://www.gala.de/lifestyle/kultur/120178/Black-Death-Glaubenskriege-sind-die-Pest.html

     
           
 

Abendzeitung (AZ) München, 9.9.10, Druckausgabe Seite 22

Pesthauch des Bösen

Christopher Smith gelingt mit „Black Death“ ein packender Mittelalterfilm

Die Ratten sind Überbringer einer tödlichen Botschaft. Eine Krankheit, die hoch ansteckend ist und vor dem man nicht fliehen kann. Es ist die Pest, die im Mittelalter Tausende Menschen dahinraffte. Bei der Seuchen-Bekämpfung herrschte eine Hilflosigkeit, die auch den Klerus erfaßte.

Der britische Gruselfachmann Christopher Smith (Severance) inszenierte vor diesem Hintergrund mit „Black Death“ einen bedrückenden Film, dessen archaische Wucht in den besten Momenten an die fiebrigen Arbeiten von Werner Herzog erinnert.

England, Mitte des 14. Jahrhunderts: Ritter Ulric (Sean Bean in bester Boromir-Montur) bekommt vom ansässigen Bischof einen Geheimauftrag, der das Pestproblem endlich lösen könnte. Angeblich sei ein Dorf mitten in der britischen Pampa bisher vom „Schwarzen Tod“ verschon geblieben. Das Problem dabei: Ein obskurer Hexenkult soll sich hier breit gemacht haben. Um dem Spuk auf den Grund zu gehen, versammelt Ulric eine skrupellose Söldnerbande um sich. Die Wilden Kerle ergänzt der junge Mönchen Osmund (Eddie Redmayne), die die unheimliche Gegend angeblich wie seine Westentasche kennt.

Leicht hätte die Schauergeschichte ins Mystisch-Irrationale abgleiten können, aber Smith bewahrt sich in seinem „Mittelalter-Roadmovie“ einen angenehm realistischen Tonfall. Die Angst vor der Ansteckung und die Unergründlichkeit der Natur bleiben ständig greifbar. Gegen Ende hin zettelt Smith sogar noch eine Glaubensdebatte an, die seinem vielschichtigen Schauerstück eine spannende Aktualität verleiht.

30 von 40 Grad auf dem Thermometer

Florian Koch

 

Kinos: Mathäser, Museum Lichtspiele (OV)  

   
           
 

Quelle: Aus: Abendzeitung, Druckausgabe 2.9.10, Seite 17

     
           
 

schnitt.de, 01.09.2010

Tod und Teufel und Licht und Schatten
Von Werner Busch

Wenn ein Film auf einen so wunderbar griffigen Titel wie Black Death hört, das finstere Mittelalter während seiner finstersten Zeit, der großen Pestepidemie Mitte des 14. Jahrhunderts, zur Bühne hat, und dann auch noch von einem der führenden Köpfe des neuen britischen Horrorfilms – Christopher Smith – realisiert wurde, dürfen Freunde blutiger Leinwände auf Großes hoffen.

Doch die Gorehound-Klientel wird unbefriedigt bleiben. Obwohl die Geschichte zu allerlei Gewalttätigkeiten Anlaß genug bietet, werden diese nur sehr pointiert, etwa gen Finale, auch in Großaufnahme gezeigt. Das verwundert, und der Film überrascht generell. Black Death ist ein Spiel mit den Erwartungen des Zuschauers, auch auf inhaltlicher Ebene.

Das Mittelalter wird zur Bühne eines waschechten Man-on-a-Mission-Films:

Ritter Ulric (Sean Bean) wird in ein Dorf entsannt, das als einziges in dem von der Pest schon halb entvölkerten England scheinbar völlig verschont blieb. Man munkelt, finstere Mächte trieben in dem entlegenen Flecken ihr Unwesen. Der junge Mönchsnovize Osmund bietet sich an, die finsteren Exorzisten im Kettenhemd dorthin zu führen, allerdings aus sehr eigenen und privaten Gründen.

Die Auflösung funktioniert in jedem Falle und zeigt, daß man ein wirklich schönes Drehbuch hier als Grundlage hatte. Technisch ist der Eindruck wechselhaft. Da Black Death lediglich grundsolide inszeniert wurde, stechen nur die negativen inszenatorischen Aspekte hervor. Insbesondere in den Kampfszenen stört die Handkamera auf der großen Leinwand sehr, der Schnitt von Smith' Stammeditor Stuart Gazzard macht nur in altbackenen und vor allem unnötigen Parallelmontagen auf sich aufmerksam.

Inhaltlich überzeugt dieser Genrefilm – der übrigens vollständig in Sachsen-Anhalt mit größtenteils deutscher Crew entstand – aber durchweg und kann in seinen ruhigen Momenten durch unheilvolle Stimmungsvölle fesseln. Je näher die Männer zu dem verwunschenen Dorf gelangen, desto stärker und drängender steigt im Zuschauer die Frage danach auf, in was für einem Genrefilm er sich überhaupt befindet. Existiert das Übernatürliche in der Welt von Black Death? Für die Bewohner dieses Film-Mittelalters stellt sich diese Frage nicht und das gibt Gelegenheit für einige wirklich schöne Momente, die die Auswüchse wahnhaft-pragmatischer und weltbestimmender Religiosität besser veranschaulichen können, als viele »ernstere« filmische Auseinandersetzungen mit dem Mittelalter dies bislang taten. Nach seinen letzten beiden Filmen, dem herrlich abgefahrenen Fun-Splatter Severance und dem ultimativen Mindfuck Triangle, hätte man aber in jedem Falle etwas mehr von Smith erwartet.

Die Stärke dieser Filme lag in der frivolen Genre-Grenzüberschreitung, während hier lediglich der Name des Film-Etiketts lange unbenannt bleibt. Gute Unterhaltung und nachdenkliche Betroffenheit können manchmal auch dasselbe sein.

Quelle: http://www.schnitt.de/202,6363,01

   
           

filmkritik.de, 01.09.2010

Black Death > Filmstarts-Kritik

Von Christoph Petersen 3,5 (3,5)

Okay, die Handlung spielt in England, er wurde in englischer Sprache gedreht und auch der Cast stammt überwiegend von der Insel, trotzdem bleibt „Black Death" ein deutscher Film, der fast durchweg in Sachsen-Anhalt und Brandenburg gedreht und mit ausschließlich deutschem Geld finanziert wurde. Als deutscher Kinofan, der gefühlt nur alle paar Jahre mal einen heimischen Genrestreifen serviert bekommt, muss man eben nehmen, was man kriegen kann. Aber der Pest-Thriller von Christopher Smith ist eben auch kein Film, für den man sich schämen müsste. Trotz seiner namhaften Besetzung, bei der die Macher auch auf Nummer sicher hätten gehen können, wird das Mittelalter hier endlich mal wieder in all seiner Schmutzigkeit und Verdorbenheit zelebriert. Ein Film ohne Helden, in dem jeder Identifikationsversuch des Zuschauers ad absurdum geführt wird. Und ein geschicktes Spiel mit Erwartungen, denn retrospektiv fällt es alles andere als leicht, „Black Death" überhaupt einem einzelnen starren Genre zuzuordnen.

England im 14. Jahrhundert: Obwohl die Pest bereits nahezu die Hälfte der europäischen Bevölkerung dahingerafft hat, gibt es in England ein einzelnes Dorf, an dem der Schwarze Tod bisher vorübergegangen ist. Es verbreiten sich zunehmend Gerüchte, dass in dem Kaff satanische Rituale abgehalten werden und es deshalb bisher dort keine Todesfälle gab. Auf Anweisung des Bischofs macht sich der Ritter Ulric (Sean Bean) gemeinsam mit seinen Mannen auf, um vor Ort nach den Ursachen für die Verschonung zu forschen. Als Führer bietet sich der junge Mönchsnovize Osmund (Eddie Redmayne) an, der in Wahrheit aber nur an der Reise teilnehmen möchte, um seine Geliebte Averill (Kimberley Nixon, „Easy Virtue") wiedertreffen zu können.

Nach einer an Zwischenfällen reichen Wanderung erreichen Ulric und seine Truppe das Dorf, das sich als auf den ersten Blick idyllisches Plätzchen entpuppt. Doch was verbirgt sich wirklich hinter der hilfsbereiten Heilerin Langiva (Clarice van Houten, „Black Book") und ihrer etwas unheimlich wirkenden Dorfgemeinschaft? Nach dem gescheiterten U-Bahn-Schocker „Creep", dem abgefahrenen Splatter-Spaß „Severance" und dem raffinierten Mythologie-Thriller „Triangle" versucht sich der britische Genre-Spezialist Christopher Smith nun an einem Mittelalter-Horror, der sich genauso gut auch als Mystery-Drama einordnen ließe. Denn trotz Hinweisen darauf, dass in dem Dorf nicht alles mit rechten Dingen zugehen und hier durchaus eine satanische Macht am Wirken sein könnte, hält der Regisseur lange Zeit vollkommen offen, ob „Black Death" nun tatsächlich übersinnliche Elemente enthält oder aber doch eine komplett straighte Story erzählt.

Hätte dieses Den-Zuschauer-in-der-Luft-Hängenlassen auch leicht ins Nervige abgleiten können, wirken die Wendungen hier doch natürlich und keinesfalls übertrieben gewollt. Diese Ambivalenz spiegelt sich auch in den Protagonisten wider. Zu Beginn des Films scheinen die Rollen noch klar verteilt. „Der Herr der Ringe"-Star Sean Bean („Silent Hill", „The Hitcher") gibt den harten Hund, der aber irgendwie doch das Herz am rechten Platz hat, und Eddie Redmayne („Powder Blue", „Die Säulen der Erde") den naiven Novizen, der am Ende schon irgendwie über sich hinauswachsen wird. Doch dann, der Zuschauer hat sich gerade mit Sean Bean als rauem Knochen angefreundet, kommt eine Szene, die zumindest schon mal die Einschätzung seines Charakters komplett auf den Kopf stellt. Als die Truppe an einem bereits aufgetürmten Scheiterhaufen vorbeireitet, auf dem eine vermeintliche Hexe festgebunden ist, holt Ulric sie zwar herunter, sticht die Frau dann aber eigenhändig ab. Und auch Osmund wird am Ende nicht mehr der unbescholtene Gutmensch sein, der er zu Beginn des Films noch war.

Wie im Noir-Amerika der 1940er und 1950er Jahre behält eben auch in Christopher Smiths Vision des Mittelalters niemand seine Unschuld. In diese Richtung zielen auch Kamera und Ausstattung, die nicht in „Königreich der Himmel"- oder „Robin Hood"-Manier auf Hochglanz getrimmt sind, sondern erfrischend dreckig daherkommen (auch wenn die Handkamera für diesen Eindruck nicht unbedingt Not getan hätte). Zudem tut die Gewalt in „Black Death" tatsächlich weh. Statt eleganter Schwerthiebe gibt es brachiales Gekloppe, bei dem es die Kämpfer stets darauf abgesehen zu haben scheinen, den Schädel ihres Kontrahenten in möglichst kleine Stücke zu zertrümmern. Außerdem stehen Kreuzigungen und Vierteilungen bei diesem Mittelalter-Völkchen wie selbstverständlich auf der Tagesordnung. Sein Bild als edle Recken hat der Ritterstand also ganz sicher nicht diesem Film zu verdanken. Fazit: „Black Death" macht seinem Titel alle Ehre – ein konsequent düsterer Mittelalter-Film, in dem die Seelen der Protagonisten ebenso verfaulen wie ihre Zähne.

Quelle: http://www.filmstarts.de/kritiken/102119-Black-Death/kritik.html

     
           
 

www.negativfilm.de, 01.09.10

FFF 2010: Black Death
von Elisabeth Maurer, am 1.9.10

Obschon der Trend der großen Kinoproduktionen immer noch in Richtung immer größerer Spektakel und unglaublicherer Effekte geht, kann gleichzeitig auch eine andere Bewegung erkannt werden.

Besonders in der Darstellung vergangener Zeiten scheint vermehrt größerer Wert auf Authentizität gelegt zu werden, oftmals fehlen die romantische Verklärung und der nostalgische Blick auf die Vergangenheit völlig. Beispiele wären Ridley Scotts Robin Hood, der die Geschichte in viel rauhere und schmutzigere Bilder faßte als Kevin Reynolds zwei Jahrzehnte früher, und viel stärker als in Gladiator oder Königreich der Himmel die realistische Wirkung des Films betonte.

Auch Michael Mann entschied sich für seine Darstellung von der Person John Dillingers in Public Enemies für eine durch ihre Handkamera und Videooptik fast dokumentarisch wirkende Ästhetik.

Dazu entstehen in jüngerer Zeit in diesem Zusammenhang offenbar immer mehr historische Filme, die, auch im Zuge der Authentizität, sehr harte und brutale Geschichten erzählen und vor dem Zeigen von extremer Gewalt nicht zurückschrecken. Zu nennen seien Van Diemens Land und Valhalla Rising, die beide wie Black Death an der Grenze zum Horrorgenre stehen.

So geht es also in Black Death auch nicht um irgendwelche Ehrenkämpfe, Rittergeschichten, Kriege oder ähnliches, was allgemeinhin zuvorderst mit dem Mittelalter assoziiert wird. Thema ist der Tod und zwar in seiner ganzen Unverständlichkeit. Die ersten Aufnahmen sind statisch, zeigen Nebel, darin sind Bäume zu erahnen, vielleicht auch ein paar Felder, ein Fluß. Wenige Bilder später wackelt die Handkamera über Leichenhaufen, die am Straßenrand liegen.

Die Unruhe der Kamera macht es unmöglich auf einer Person zu verharren, ein Gesicht zu fokussieren, die einzelnen Körper zu unterscheiden. Im Nebel seiner naturgemäßen Unwissenheit kann der Mensch den Tod nicht erfassen. Die eigentlich existenzbestimmende Furcht ist die vor dem Tod und eben vor dem was danach kommt, oder eben nicht. Eine Epidemie wie die Pest verstärkt diese Furcht zusätzlich. Einerseits rückt so der Tod noch näher in die Gemeinschaft, außerdem wird es auch unverständlicher, warum ein einer der Krankheit erliegt, ein anderer vielleicht verschont bleibt. Im Mittelalter als Zeitalter am Vorabend der Moderne ist das Referenzsystem, dem sich die Menschen bei Problemen zuwenden, eben keine empirische, logische Wissenschaft, sondern die Religion.

Als der einleitende Voice-over einsetzt, ist eine Ratte zu sehen. Die Stimme behauptet, sie hätten damals gewußt, woher die Pest kam. Jeder Zuschauer wird wissen, daß die mangelnden hygienischen Bedingungen hauptausschlaggebend für die Verbreitung der Seuche waren, die dann auch von Ratten und Ungeziefer übertragen wurde. Doch der Voice-over wird erklären, daß sie, im Gegensatz zu der Meinung, Gott schicke die Krankheit, vom Teufel stamme. Denn bei den zentralen Figuren handelt es sich um eine Gruppe englischer Soldaten, die vom Bischof beauftragt wurden, ein Dorf zu suchen, in dem Gerüchten zu folge noch niemand an der Pest gestorben sei, obschon die Hälfte der Bevölkerung Englands bereits der Pest erlegen ist. Unter den Dorfbewohnern vermuten die Soldaten Dämonen und Hexen, die bösen Zauber einsetzen um nicht krank zu werden. Im Angesicht des Schwarzen Todes versuchen die Menschen verzweifelt irgendeinen Halt und vielleicht sogar Rettung zu finden. Dies kann dazu führen, daß sie sich auch mit Magie beschäftigen.

Die christliche Kirche muß also alles daran setzen, ihre Macht über die Menschen zu behalten. Dadurch unterdrückt sie gegebenenfalls auch Praktiken, die wirklich gegen die Pest helfen können, denn wie heute allgemeinhin bekannt ist, waren die Menschen, die als Hexen und Ketzer verbrannt wurden, oftmals einfach nur kundig im Umgang mit Heilkräutern. Dazu werden einzelne Menschen auch einfach als Sündenbock geopfert, damit die Bevölkerung ihre Wut und ihren Schmerz durch die Hinrichtung einer vermeintlichen Hexe etwas lindern kann. Die Kirche bekämpft also den Tod zunächst einfach einmal nur mit noch mehr Tod.

Als Führer der Gruppe stößt der junger Novize Osmund (Eddie Redmayne) hinzu, der sich eigentlich nur für diese Aufgabe anbietet, weil er sich in der Nähe des fraglichen Dorfes mit seiner heimlichen Geliebten Averill (Kimberley Nixon) treffen möchte.

Der Weg der Gruppe ist die klassische Reise ins Herz der Finsternis. Anführer ist Ulric (Sean Bean), der, wenn er auch sehr abgehärtet auftritt, doch Mitgefühl zeigt. Allerdings ist er sehr gefestigt im Glauben an die Existenz der bösen Mächte, die sie angeblich in dem Dorf erwarten. Am Ziel ihrer Reise stoßen sie jedoch auf eine Idylle im Vergleich zu allem, was sie unterwegs erlebt und gesehen haben.

Das kleine, an einem Fluß gelegene Dorf ist sauber, ebenso wie die Bewohner, die die Fremden freundlich und scheinbar ohne Argwohn aufnehmen. Schnell jedoch keimt der Verdacht in den Soldaten, daß Dorfvorsteherin Carice van Houten eine Hexe ist. Ob nun wirklich übernatürliche Kräfte am Werk sind und was von den Dorfbewohnern zu halten ist, bleibt lange unklar. So ist der Zuschauer hin- und hergerissen, wem nun das Vertrauen zu schenken ist. Ebenso ergeht es Osmund. Zusätzlich wird er immer mehr von seinen Schuldgefühlen beherrscht, seinen Zölibatsbruch betreffend. Die Suche nach einem Schuldigen für alles, was geschieht, für die Pest, das persönliche Leid, den Schmerz der Freunde, dies ist der Antrieb hinter dem Vorhaben der Soldaten, hinter Osmunds Zweifeln, hinter der Hexenverfolgung der Bevölkerung, hinter den heidnischen Ritualen der Dorfbewohner. Denn wenn es einen Schuldigen gibt, dann gibt es auch einen Sinn, dann läßt sich der Tod fassen.

Die durchaus drastische Brutalität des Gezeigten dient nicht einfach nur der Befriedigung des Wunsches der Zuschauer nach Exzessen und Gewalt, wie dies vielleicht eher in früheren Filmen von Regisseur Christopher Smith der Fall war. Vielmehr ist sie notwendig, um das Thema der Geschichte zu transportieren. Smith wählt sich eben auch diese Zeit der Menschheitsgeschichte aus, weil dort der Tod so allgegenwärtig war und wissenschaftliches Denken sowie Aufklärung nicht existierten. Diese Zeit setzt er dann auch mit einer akribischen Detailtreue in Szene, wie sie bisher selten auf der Kinoleinwand zu sehen war. Die nebeligen, entfärbten, übrigens in Deutschland entstandenen Aufnahmen sowie der häufige Einsatz der Handkamera unterstreichen diesen authentischen Eindruck und ermöglichen es dem Zuschauer, sich in das Denken und das Leben der Menschen sehr gut einzufühlen. Im Übrigen ist es natürlich so, daß das zentrale Thema universell ist. Auch mit wissenschaftlichem Fortschritt, bleibt der Tod ein Mysterium, dessen Unergründlichkeit uns auch heute in die tiefsten Gegenden unseres Selbst, in religiösen Fanatismus oder einfach nur in Verzweiflung führen kann.

Quelle: http://www.negativ-film.de/2010/09/black-death.html

   
           
   

www.mannbeisstfilm.de, 30.08.2010

Black Death
Ein Film von Christopher Smith

Es ist an der Zeit, seine Meinung zu dem Regisseur Christopher Smith, den man nach seinem mittelprächtigen „Tunnel der lebenden Leichen“-Verschnitt „Creep“ (2004) zu Unrecht wohlmöglich vorschnell als Genre-Stümper abgestempelt hat, spätestens nach der Sichtung von „Black Death“ zu überdenken.

Obwohl ja eigentlich bereits dessen Zweitwerk, die böse Splatter-Satire „Severance“ (2006), einen Schritt in die richtige Richtung markiert hat und der darauf folgende Mystery-Thriller „Triangle“ (2009) eine kleine, leider unterschätzte Perle am Genre-Strand darstellt, ist das Talent des sympathischen Briten allerdings mit seiner neuen Arbeit nun zur vollen Blüte herangereift.

Eine dynamische und tiefgründige Geschichte, interessante Charaktere sowie atemberaubende Aufnahmen und Sets (gedreht wurde übrigens im deutschen Sachsen-Anhalt) sind unter anderem die Zutaten, die Smiths Historien-Horror im Stil von Werken wie „Der Hexenjäger“ (1968) oder „Hexen bis aufs Blut gequält“ (1970) zu einem beachtlichen und wahrlich fesselnden Kino-Erlebnis machen.

Im Jahre 1348 hat die Pest in ganz Europa bereits Millionen von Menschen dahingerafft.

Aus Angst vor der tödlichen Bedrohung flüchten sich viele Verzweifelte in den Glauben, dass die Krankheit in Wirklichkeit eine Form von göttlichem Strafgericht darstellt.

Irgendwo soll nun allerdings ein abgelegenes Dorf existieren, dessen Bewohner bisher von dem Schwarzen Tod verschont geblieben sind.
Der Ritter Ulric (Sean Bean schlüpft hier rein optisch erneut in seine Boromir-Rolle) wird mit einer Gruppe von Kämpfern und Folterern von der Kirche entsandt, um den dortigen Nekromanten zu stellen und dem offensichtlich teuflischen Treiben ein Ende zu bereiten.

Um den Ort aufzuspüren, werden die Männer von dem jungen Mönch Osmund (überzeugend natürlich: Eddie Redmayne, „Elizabeth - Das goldene Königreich“) begleitet, der im Grunde nur seiner geheimen Liebe folgt und sich von den rauen und konsequenten Handlungen seiner neuen Gefährten auf dieser gefährlichen Reise durch eine reale Hölle zunächst äußerst schockiert zeigt.

Nach Verlusten in den eigenen Reihen erreichen sie schließlich die Gemeinschaft, welche von der attraktiven aber offensichtlich wenig gottesfürchtigen Langiva (Carice van Houten, „Black Book“) geleitet wird und die Fremden zunächst herzlich willkommen heißt.

Doch schon sehr bald stellt sich heraus, dass die anfängliche Gastfreundschaft nur dem äußeren Schein dienen sollte und in dem Dorf unheimliche Dinge geschehen…

Wenn man die Rezension ausnahmsweise mal mit den Kritikpunkten beginnen möchte, fällt eigentlich bereits auf, dass es an dem großartigen „Black Death“ tatsächlich nichts Gravierendes zu bemängeln gibt.

Abgesehen von der Entscheidung des Regisseurs, nicht nur die eindringlichen Schlachtszenen, sondern auch einige ruhigere Momente mit einer für diese Art von Film eher gewöhnungsbedürftigen Wackelkamera einzufangen, funktioniert dieser von der ersten bis zur letzten Minute - ohne zwischenzeitlich von inhaltlichen oder dramaturgischen Durchhängern unterbrochen zu werden - ganz ausgezeichnet.

Selbst wenn auch hier durchaus Inspirationen von älteren Klassikern wie den eingangs erwähnten Arbeiten oder Robin Hardys Meisterwerk „The Wicker Man“ (1973) und Jean-Jacques Annauds Umberto Eco-Verfilmung „Der Name der Rose“ (1986) erkennbar sind, werden diese Elemente von Christopher Smith nicht plump in einen großen Topf geworfen, sondern kunstvoll und harmonisch in seine bittere Geschichte über blinden Glauben, die Verführung des Hasses und letztendlich die Grausamkeit des Menschen eingewoben.

Im Zentrum der Odyssee steht übrigens nicht der in seine Mission verbissene Ulric.
Die weitaus interessantere Figur ist der naive Osmund, der bei seiner Entscheidung, die Männer zu unterstützen, unwissentlich mehr als sein Leben riskiert.

Er ist derjenige, auf den die folgenden, qualvollen Erlebnisse den größten Einfluss nehmen und ihn im Verlauf des Films unerwartete Dinge tun lassen.

„Black Death“ läuft nicht auf die einfache Aufklärung von irgendwelchen übersinnlichen Mächten hinaus, sondern ruft an seinem bedrückenden und finsteren Endpunkt noch einmal sämtliche Stationen der erbarmungslosen Reise ins Gedächtnis.

Ob und was genau in dem geheimnisvollen Dorf geschieht, spielt in der nach einem Drehbuch von Dario Poloni („Wilderness“) entstandenen, britisch-deutschen Produktion eigentlich nicht die größte Rolle – es geht um die Seelen der Protagonisten, um die Frage, wie lange ein Glaube standhält, bis der Zorn und die Enttäuschung an diesem zerren.

Die zum Teil verstörenden Bilder werden sich nach dem Ansehen noch eine Weile in den Köpfen der Zuschauer festsetzen und dieses grandiose und komplexe Werk so schnell nicht vergessen lassen.

Die Wertung kommt zumindest in diesem Fall dem Höchstnotenbereich verdammt nahe und Christopher Smith darf sich schon nachdrücklich zu den neuen Größen des Genres zählen.

Eine Rezension von Bastian Glodd (30. August 2010)

Quelle: http://www.mannbeisstfilm.de/kritik/Christopher-Smith/Black-Death/2079.html/rss

 
           

www.haiweiss.de, 30.08.2010

Der Sumpf, das Dorf, die Christen und die Pest
30. August 2010 von Jutta Vahrson

Wieder lockt er tief in den lauschigen Laubwald. Wie einst in »Severance« (2006), diesem Betriebsausflug-Alptraum, der das Überleben im schäbigen Waldhaus so unwahrscheinlich machte wie das zwischen den Stämmen. Jetzt schickt Regisseur Christopher Smith einen frischen Trupp von Leuten in den Forst. Diesmal wird sich für die Zuschauer kein Entkommen in die Situationskomik einer Splatterkomödie ergeben; in »Black Death« gibt es nichts zu lachen. Stattdessen vermittelt die in Brandenburg und Sachsen-Anhalt gedrehte britisch-deutsche Produktion eine Ahnung von einer der bittersten Tragödien, die Europa bisher erlebt hat: die Seuchenwelle der Pest 1348.

Um den Schwarzen Tod darzustellen, hätten sich Klischees vom ‚finsteren Mittelalter‘ angeboten. Schmutz und Elend gibt es genug zu sehen, aber auch die traumatisiert leeren Gesichter der Stadtbewohner, die ihre Angehörigen in Schubkarren durch die mit Leichen verstopfen Straßen transportieren - und an Massaker und Massengräber der Gegenwart erinnern. Die historische Angst vor der Strafe Gottes wird durch die Fokussierung auf religiösen Fanatismus ersetzt. Trotz der recherchierten Details einer lange vergangenen Epoche ist »Black Death« ein topaktueller Film, mit einem brillanten Cast. Sean Bean, nicht erst seit seinem Boromir in »Herr der Ringe« die Idealbesetzung für den charismatischen Helden(tod), spielt Ulric, einen Christen und Ketzerjäger des Bischofs. Zu seinem Trupp aus Killersöldnern gehört ein enthusiastischer Folterer, dargestellt von Andy Nyman (dem Trottel aus »Severance»).

Doch keiner der Protagonisten ist eindeutig gut oder böse; der Zeitgeist der Pest bzw. das Drehbuch holt aus jedem das Widersprüchlichste hervor. Besonders aus Osmund (Eddie Redmayne), der als Jungmönch dennoch eine erfreuliche sexuelle Erfahrung macht, sich nach Abenteuerlichkeit sehnt. So lässt er seine innig Geliebte aus der sterbenden Stadt in den blühenden Frühlingswald fliehen und folgt ihr als Klosterführer der Männergruppe um Ulric. Die den Weg zum Sumpfdorf suchen, das verdächtigerweise von der Pandemie verschont wird… Christopher Smith bekennt sich als Fan von Jean-Jacques Annauds Klosterthriller »Der Name der Rose«, 1986. Doch der blutjunge Osmund hat keinen Ersatzvater wie Sean Connery an der Seite, um Verwirrendes zu enträtseln oder Morde zu verkraften. An einem (extrem unheimlich inszenierten) Kreuzweg erwartet ihn auch nicht seine große Liebe, sondern bloß deren blutige Schleifspuren - und ein erstes Gemetzel.

Endlich in der Sumpfsiedlung wird seine Söldnergruppe von gepflegten Reeddächern, einem lächelnden Dorfsprecher (Tim McInnerny) und der anführenden Heilkundigen (Carice van Houten) empfangen, eine heile Welt - in der Tierschädel von den gezapften Hausbalken baumeln. Nächtliche Totenrituale der Frauen und eine Wasserfolter im Sumpfkäfig scheinen die Dörfler als garstig matriarchale Heiden zu entlarven, die ideologischen Fronten des Films endlich zu klären. Doch alles kommt anders. Und noch viel schlimmer. Dieser Christengrusel zeigt die Pest nicht bloß als Vernichter eines (hochgerechneten) Drittels aller Europäer zwischen 1347 und 1351, sondern als einen Katalysator für menschliche Grausamkeit, wie Kriege. Colonel Kurtz hat das in »Apocalypse Now« einmal schön zusammengefasst: „The horror, the horror…“

Black Death; Regie: Christopher Smith; Produktionsland: GB/D 2010; Drehbuch: Dario Poloni; Kamera: Sebastian Edschmid; Produktionsdesign: John Frankish; Darsteller: Sean Bean, Eddie Redmayne, Carice van Houten, Tim McInnerny, Andy Nyman, Kimberley Nixon, John Lynch, David Warner; Spieldauer: 102 Min.; FSK: 18; Kinostart: 9. 9. 2010

Quelle: http://www.haiweiss.de/?p=7567

     
           
   

vampster.com, 27.08.2010

BLACK DEATH [Filmkritik Kino]
Multimedia vom 27.08.2010

Es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass das Mittelalter alles andere als eine spaßige Zeit gewesen ist. Anders als es uns die party-betonten Mittelalter und Folk Rock-Bands wie SCHANDMAUL, DIE STREUNER, oder FEUERSCHWANZ suggerieren, war das tägliche Leben damals geprägt von Härte, Grausamkeit und dem Kampf ums nackte Überleben. In eben diese Welt platziert Christopher Smith ("Severance", "Creep") seinen neuen Film "Black Death", der trotz Anleihen an Mystery, Horror und Action, sowie einigen Thrillerelementen in keine der genannten Kategorien so richtig hineinpassen will.

Wir schreiben das Jahr 1348. Die Pest wütet im gesamten Land. In den Städten und in den Straßen türmen sich die Leichen, längst scheinen auch die Klosterwände keinen Schutz mehr vor dieser "göttlichen Plage", wie es die Geistlichkeit ehrfürchtig proklamiert, zu bieten. Das Vertrauen der Bevölkerung in ihren vermeintlich rachsüchtigen Gott droht zu zerrütten und zu allem Überfluss geht auch noch die Kunde durch das Land, dass ein kleines Dorf jenseits der weitläufigen Moore mittels okkulter Rituale die tödliche Seuche aus seinen Mauern verbannen konnte. Zumindest ist das die größte Befürchtung der Kirche, die somit mit dem gezeichneten wie standfesten Ritter Ulric (Sean Bean) einen erfahrenen Mann mit seinem Gefolge entsendet, dem mysteriösen Treiben dort auf den Grund zu gehen. Geführt werden sie von einem ortskundigen jungen Novizen des Klosters, der jedoch selbst seine Gründe hatte, sich für diese Aufgabe als Freiwilliger anzubieten...

Schon früh wird eines deutlich: Die Welt, die Christopher Smith zeichnet, ist kalt, dreckig, ungeschönt, kurz erschreckend realistisch. Hervorgehoben wird dies durch die ebenso trostlose Optik. Die körnigen Aufnahmen der Handkamera passen mit ihren kalten Farben perfekt zu dieser rauen Welt und gleichen sich zudem dem Tempo des Films an. In den wenigen actiongeprägten Momenten wirft sich die Kamera mitten ins Geschehen und mimt dank schneller Schnitte und verwackelter Bilder das Kampfgetümmel in seinem ganzen Chaos. Was normalerweise schnell anstrengend wird, erhöht in "Black Death" jedoch die Intensität und vermittelt bestens den Kern des erbarmungslosen Gefechts, ohne aufgrund expliziter Gewaltdarstellung zum Selbstzweck zu verkommen. Zumeist legt der Film aber einen weitaus ruhigeren Gang ein. So dient die erste Hälfte im Grunde vorwiegend der Charaktereinführung und dem Spannungsaufbau, indem man als Zuschauer die ruppige Gefolgschaft Ulrics auf ihrem unbequemen Weg besser kennen lernt.

Strahlende Helden gibt es in der Welt von "Black Death" derweil nicht. Sogar der aufrechte Ulric hat in seinem Wissen um die Grausamkeit dieses Zeitalters ein romantisches Weltbild längst abgelegt und zeigt wenig Skrupel, wenn eine Entscheidung zwischen Moral und Schadensminimierung getroffen werden will. Ein kurzer, schmerzloser Tod ist immer noch besser als ein langsamer wie qualvoller. Sean Bean ("Der Herr der Ringe", "James Bond - GoldenEye", "Silent Hill") verleiht seiner Figur eine enorme physische Präsenz, die allein Aufgrund der Statur schon einen gealterten Boromir ("Der Herr der Ringe") ins Gedächtnis ruft und ist neben Hauptdarsteller Eddie Redmayne ("Die Schwester der Königin") klar die zweite tragende Figur in "Black Death". Dessen Novize Osmund ist ein anfangs naiver, aber doch entschlossener Bursche, der im Laufe der Handlung immer mehr zum Mann reift, nur um dann doch nicht die Erwartungshaltung des Zuschauers zu bedienen. Dabei ist er eigentlich schon längst ein solcher, hat er sein Herz doch an die junge Averill (Kimberly Nixon) verloren, die er anfangs aus Sorge um ihre Gesundheit aus der Stadt schickte und nun hofft, sich alsbald wieder mit ihr vereint zu sehen. Die dritte im Bunde ist die mysteriöse Heilerin Langiva (Candice van Houten, "Operation Walküre"), bei der man lange nicht weiß, auf welcher Seite sie wirklich steht. In der Tat begleitet ihre Figur eine ambivalente und stets unbehagliche Aura, die geschickt die Wahrheit zwischen Schein und Sein verschleiert. Der restliche Cast bleibt dagegen blass und besteht im Prinzip aus relativ stereotypen Haudraufgängern, respektive besseren Statisten.

Mit der Ankunft in besagtem Dorf nimmt "Black Death" schließlich eine entscheidende Wendung, die sich vor allem im Ton des Films niederschlägt. Eine idyllische kleine Siedlung am Rande der Sümpfe, bewohnt von einfachen, aber höflichen Landleuten erwartet dort die kirchliche Vorhut. Und doch scheint trotz aller Gastfreundlichkeit irgendetwas im Busch zu sein. Von der Pest keine Spur, die örtliche Kirche steht verlassen und verfallen, und die Dorfbewohner scheinen die Heilerin Langiva als ihr Oberhaupt anzuerkennen. Klar, hier ist etwas faul, auch wenn es nicht die Gliedmaßen der lokalen Einwohner sind. Und so muss der Zuschauer mit ansehen, wie sich die Schlinge um den Hals von Ulric langsam, aber stetig zusammenzieht. So einfach diese Erzählung sein mag, so effektiv ist sie. Denn mit Erreichen des Dorfs zieht "Black Death" die Daumenschrauben an und treibt den Spannungsbogen rapide in die Höhe, um schließlich in einem Finale zu kumulieren, das gleichermaßen konsequent wie stimmig ist und das - wie das komplette Mittelalter auch - keine Sieger kennt.

"Black Death" wird sicherlich nicht den Geschmack eines jeden Kinogängers treffen. Horror- und Mystery-Fans dürften bei entsprechend puristischer Erwartungshaltung etwa enttäuscht sein, denn so gut sich die Story für einen trashigen Genrefilm eignen würde, "Black Death" verfolgt einen anderen Ansatz; einen ruhigen, nüchternen und ungeschönten. Der Film legt sich nicht auf ein Genre fest, sondern bewegt sich zwischen Drama, Thriller, Mystery und vorsichtigen Actioneinlagen in einer Welt, in der es keinen Platz für ausgelassene Lacher gibt. In einer Welt, die von Tod regiert wird und in der nicht einmal Gott den Menschen Zuflucht und Erlösung bietet. Und das ist verdammt noch mal ungemein erfrischend.

Veröffentlichungstermin: 09.09.2010

Spielzeit: 102 Min.

Line-Up:

FSK: Freigegeben ab 16 Jahren

Quelle: http://vampster.com/artikel/show/36283_BLACK-DEATH-%5BFilmkritik-Kino%5D_Multimedia_.html

   
           

Die Mark Online /13.08.2010

In der Trottheide bei Marienthal gedrehter Film hat Premiere
Wiedersehen mit Sean Bean

© Filmverleih
Sean Bean für "Black Death" vor der Kamera

Marienthal (ris) – Der unter anderem in der Trottheide bei Marienthal gedrehte Mystery-Mittelalter-Thriller mit Sean Bean und Carice van Houten in den Hauptrollen läuft ab 9. September in deutschen Kinos.

In wie vielen Lichtspielhäusern der Film zu sehen sein wird, konnte Nele Kirchner von der Firma Central-Film noch nicht sagen. Das werde kurzfristig entschieden.

Eine Premiere mit Darstellern soll es nach Angaben der Produktionsfirma Egoli-Tossell-Film eine Woche zuvor in einem Ort in Sachsen-Anhalt geben, wo der Film überwiegend gedreht worden ist. An eine Vor-Premiere in Brandenburg oder gar in Marienthal sei hingegen nicht gedacht.

Schon am kommenden Wochenende wird „Black Death“, in dem es um die Pest im Mittelalter geht, während des Fantasy Filmfestes in Berlin und Hamburg gezeigt. Für die Aufführung am Sonnabend, 21. August, im Cinemaxx-Multiplexkino am Potsdamer Platz in Berlin hat Regisseur Christopher Smith sein Kommen zugesagt.

Bei den Dreharbeiten im Juni vergangenen Jahres im ehemaligen Tontagebau Trottheide wirkten zahlreiche Komparsen aus der Region mit, sie waren im Frühjahr in Zehdenick bei einem Casting ausgewählt worden. Die in Marienthal gedrehten Szenen sollen sich leicht identifizieren lassen. Die letzten 20 Minuten des Filmes seien dort gedreht worden

.source: www.die-mark-online.de

 

 

     
           

 

Quelle: Moviestar 05/2010 (23. Juli 2010)

           
           
     

Black Death – film review
By Peter Brunton | Published: August 25, 2010

In Black Death, screened this year at Toronto After Dark, Sean Bean plays a grizzled dark ages knight who leads a small band of Agincourt veterans, torturers and murderers, plus one world shy monk, on a mission to a investigate claims of a small village that is free from the plague, because a necromancer has been using Satanic power to keep the sickness at bay.

Now, show of hands; how many of you gave out a little "squeeee!" at the words "Sean Bean" and "grizzled dark ages knight"?

Good. Go see this movie. It's everything you hope it will be. Everyone who isn't in the "Sean Bean is the one man I would go gay for club" may read on.

Unsurprisingly, Sean Bean is not actually the star of the show here, though he lends the one big name to an otherwise small production. This isn't unusual for Bean; he's a grade A talent who's made a career out of playing backup, and he's damn good at it. He has the humility and the skill to walk on stage and immediately point the spotlight at everybody else.

OK, so I'm slightly in the club. Maybe first base....

source and read full review here: http://www.rgbfilter.com/?p=9047

           
   

www.bloody-disgusting.com, 26.08.2010

Black Death

By: Tobias Piwek

I can hardly think of another horror director out there at the moment, whose body of work is as diversified as that of England’s Christopher Smith. While his debut CREEP is a claustrophobic underworld shocker in the style of THE DESCENT and THE MIDNIGHT MEAT TRAIN (though it’s gotta be mentioned that CREEP pre-dated both of these films), his second work SEVERANCE is one of the finest and most hilarious horror comedies of the new millennium and his third flick TRIANGLE is a supernatural thriller that might as well be the most mean-spirited and macabre take on the old GROUNDHOG DAY-formula I’ve ever seen. With his new movie BLACK DEATH, which is playing the festival circuit in Europe at the moment, he stayed true to the afore-mentioned tradition of never repeating himself and delivered a film that couldn’t be any more different from his older works.

Set in medieval England during the time of the pestilence, the film tells the story of a young monk named Osmond (Eddie Redmayne), who leads a group of mercenaries under the command of the religious zealot Ulric (Sean Bean) through the dark woods and damp swamps of the English midlands to find a mysterious village of whom rumor says that it has not been struck by the black death yet. In the eyes of the church, who believe the pestilence to be God’s punishment for man’s sinfulness and disobedience, these people’s wondrous immunity to the devastating disease can only be the work of a dark and godless sorcerer—a so called necromancer. Hence, they’ve send their most faithful knight, Ulric, and a party of courageous swordsmen and torturers out to catch the evil wizard and bring him back to the bishop who’s gonna make him pay for his ungodly deeds. But once their arduous journey has come to an end and—after many dangerous encounters with highwaymen, witchburners and savages—they’ve finally crossed the ghastly marsh that surrounds the fabled village, everything at their destination seems to be almost too peaceful and harmonious to be true… have they really gone there in vein or is this perfidious quietude rather the work of the necromancer who tries to beguile his enemies?

In his realisation of this epic tale of bravery, faith and violence, Christopher Smith has combined the best elements of the fantasy film and the horror movie in equal shares and created a modern masterpiece which is not only very well directed, acted and scripted, but which also hints more than once at the magnificence of vintage classics such as THE WICKERMAN (1973) or BLOOD ON SATAN’S CLAW (1971). Shot entirely in Eastern Germany, BLACK DEATH features some truly jaw-dropping locations in the form of age-old abbeys, dense forests, thunderous hills and eerie swamps which look as if no human being has set foot there in ages. Beautiful and haunting in equal measure, these awe-inspiring settings convey a very ominous atmosphere because you never know what danger might lurk inside the dark caves or behind the huge trees which the fearless mercenaries have to pass in order to reach their target.

The acting, in turn, is very good and convincing throughout most parts of the movie too and I especially enjoyed Eddie Redmayne’s stirring performance as a young monk, who is torn between the promise he made to God on the one hand and his affection for the woman he loves on the other, as well as Sean Bean’s tough depiction of a rough-edged but not unmerciful swordsman of the Lord. If I’m not mistaken, this has been the first time the latter has put on a medieval harness again after his alter ego Boromir died in a cloud of orcish arrows in THE LORD OF THE RINGS, but yet you never have the impression that Bean is merely repeating his classic role from the popular Peter Jackson movie. Though there are of course certain parallels between the two characters, the deeply religious Ulric is very much a personality of his own and has some truly memorable and affecting scenes in BLACK DEATH.

The other mercenaries are almost equally as well cast and hence the dynamic, perfectly balanced group contains a lot of top-notch actors like Andy Nyman (SEVERANCE), John Lynch (THE TOURNAMENT), and Johnny Harris (ROCKNROLLA), whom I hadn’t even recognized at first with their dirty faces, long beards and wild hairdos. What makes their performances particularly great, in my opinion, is the fact that they are totally into their roles and embody the deep faith of these men with such an eagerness that even as a rather nonreligious person like me, you can’t help but feel a certain awe and amazement when you see how they would rather die a horrible death than abandon the God they believe in.

Furthermore, the killings deserve a special mention as well, because their execution is quite uncommon but all the more effective. Though we also get to see a good dose of gore throughout the movie, most death and torture scenes take place outside of the camera but are still presented very vividly through horrible sound effects which inevitably lead to gruesome images of sliced flesh and broken bones in the audience’s minds. After the movie my girlfriend told me she’s been covering her ears way more often than her eyes during the brutal battle scenes and harsh torture sequences, which appear all the more real due to the fact that they are not overdone in any kind of way but realized in a very rough, dirty, intensive and believable way. Sometimes, during the fight scenes, the shaky hand camera and fast cuts were a bit too hectic for my taste, but apart from that minor flaw, there’s nothing for me to complain about at all and there were quite a few occasions when BLACK DEATH got me by the throat to the point that I almost forgot to breathe!

One last point, that I would like to bring up, is the ending. If Christopher Smith had rolled on the credits five or six minutes earlier, BLACK DEATH would still have been a very clever, atmospheric, enthralling and unique medieval horror movie. The film’s actual epilogue, however, is so powerful and comes so unexpected that it single-handedly lifts the whole flick to an even higher level. I don’t wanna spoil anything, of course, so all I’m gonna say is that the last few minutes of BLACK DEATH were like a hammer blow straight to my face and even today, two days after I’ve seen the film’s German premiere at Fantasy Film Fest in Hamburg, I still feel confused, agitated and even devastated whenever I think of the unforeseeable turn that the events of this uncompromising tale of terror took at the very last second…

Before the movie, Christopher Smith said that this is the best film he’s done so far and even though I liked CREEP, loved SEVERANCE and was deeply impressed by TRIANGLE, I think I have to agree with him! BLACK DEATH is one helluva enthralling, disturbing and simply breathtaking film which is so intensive at times that you almost think you’re lying on a torture rack instead of sitting in a theater seat!

Score: 9 / 10

source: http://www.bloody-disgusting.com/film/2123/review

   
           
     

www.dreadcentral.com, 26.07.2010

Black Death

Reviewed by Paul McCannibal

Starring Sean Bean, Eddie Redmayne, Carice van Haouten, David Warner, Kimberly Nixon Directed by Christopher Smith

The bubonic plague is ravaging the populace of Medieval Europe. The countryside is a grim tableau of decomposing corpses, makeshift outdoor crematoriums, misery, rot, and suffering. No one is safe from the contagion – when it strikes a village it seems only time can stall the eventual spread and agonizing deaths that follow, and in most cases it won’t take long. The living who are unfortunate enough to show symptoms are killed on the spot, and panicked, desperate survivors look for supernatural reasons to both blame and hopefully appease – accused witches, sorcerers, and necromancers are routinely burned at the stake.

n the midst of this, the religious figureheads of England catch wind of a remote village in a marsh where the plague has yet to claim a single victim. Could it be that somewhere out there an antidote has been found? Or is it possible that a true Necromancer using occult means has found a way to stave off the plague? A rag-tag team of medieval mercenaries is set out to find the village and source the means of survival there… with the additional order to slaughter at will should the methods of the village in question pertain to anything other than Christian worship.

And so with Christopher Smith’s Black Death, we have an epic yet very downbeat quest film on our hands… and a very cool one at that. Leading the charge is Sean Bean as a devout Christian Knight, the path forward ensured by a young monk who claims to have had personal experience with the village in question. The rest of the band are a bunch of surly badasses who you wouldn’t want to accidentally spill mead on at the local watering hole. They carry an iron maiden around with them and you can tell they wouldn’t hesitate to use it.

The journey is a descent into darkness, with the mercs facing everything from bandit siege on the road to hysterical villagers torching innocents to the plague itself wiping them out one by one. En route they encounter a few really ghoulish surprises, the most eerie of which is a river procession of self-flagellating hooded men bearing a massive wooden cross. Their message to the mercenaries is simple – turn back!

Of course, the mercenaries don’t turn back. What kind of movie would that be? Upon arrival at the village, the group is warmly welcomed, and everyone who lives in the village is in fact very healthy and chirpy. But something is amiss… it would spoil things to say what happens next, but let’s just say the ending is not a heroic, epic battle scene with the anti-heroes coming out on top. A far gloomier and horrific scenario is in store for all of them.

I’m a big fan of The Conqueror Worm and The Blood on Satan’s Claw. That pair of films had a very specific harsh tone and vibe to them, and Black Death is the first medieval tale I’ve seen in a long time that evokes a comparable feel. There are also echoes of my all-time favourite film The Wicker Man here (the original one – not that abomination of a remake), and I certainly welcome those vibes.

On top of that, Black Death isn’t just a bleak piece with copious amounts of blood, hacking, slashing, burning, iron maiden-ing, and self-flagellating. There is in fact a rationale here, a very timely one about what it might take to turn someone into a sadistic confessor. Torture and interrogation are themes that keep popping up on and off the screen these days, and with Black Death we get a glimpse into how someone who is a essentially good, civilized person might end up being able to look in the mirror and live with themselves after a hard day’s work of bringing excruciating pain to others. Now that is truly scary.

Black Death is smart, classy, and extremely grim. Very good stuff.

4 out of 5

Source: http://www.dreadcentral.com/reviews/black-death-2010

           
     

www.joblo.com, 26.07.2010 from the Fantasia International Film Festival, July 8 - 28, 2010

FANTASIA REVIEW: Black Death

by: Chris Bumbray Jul. 26, 2010

Plot: In plague ravaged Medieval England, a group of knights, led by the vengeful Ulrich (Sean Bean ), are sent to a small village- which is said to be protected from the plague due to witchcraft and devil worship. A young Monk (Eddie Redmayne) tasked with guiding the knights, quickly falls under the spell of the beautiful Langiva (Carice Van Houten), who the knights believe may be a Necromancer.

Review: I love a good plague story. Hard to believe that at one time, almost 1/3 of Europe’s population fell victim to this terrible sickness, and the resulting hysteria has been rich fodder for films like FLESH + BLOOD, THE NAME OF THE ROSE, THE DEVILS, and even Ingmar Bergman’s THE SEVENTH SEAL.

Like those films, BLACK DEATH is a dark and chilling piece of work. It’s the latest from director Christopher Smith, who did a great little horror comedy a few years ago called SEVERANCE. Here, he’s got the benefit of a healthy budget, and a stellar cast- adding up to a truly creepy tale of medieval terror.

As Ulrich, Sean Bean has his best role in years. He’s playing a feared, devoutly religious knight that, for a good chunk of the running time, we’re not wholly convinced is actually one of the good guys. Bean’s got the right commanding presence for a role like this, with just enough menace mixed in to keep us guessing about his motivations. Bean’s one of those guys who was born to play in Medieval epics like this, with him looking like he was born with a sword in his hand.

However, Bean’s not really the lead. Rather, the star is up and comer Eddie Redmayne- as the noble monk who’s torn between his devotion to God, and his love of a local girl, who he sends away near the beginning of the film so she can escape the ravages of the plague. He only takes up the quest in order to find his lost lover, and it’s through these feelings that he falls prey to the seductive Carice Van Houten.

Of course, you can’t really blame a guy for falling for the gorgeous Van Houten, who made a big impression in BLACK BOOK a few years ago. Both Redmayne and Van Houten are terrific, and I especially like the fact that Redmayne never becomes an action hero, but rather stays as a terrified innocent, who’s eventually robbed of his humanity-not only by the possibly evil Van Houten, but also due to the cruelty of the times.

Sadly, BLACK DEATH supposedly did not catch on all that well when it came out in the UK earlier this year, which is a shame as it’s a damn fine film. Granted, it’s a bit of a hard sell. Despite the setting, it’s not particularly action heavy, although there are a handful of excellent, brutal battle sequences throughout. Rather, it’s more in line with something like THE NAME OF THE ROSE, or even the original WICKER MAN (minus Nicolas Cage and the bees). It’s a beautifully shot film, and I was surprised to discover that it was entirely photographed on handheld 16MM (albeit on excellent stock). The cold, grey look resulting from this technique benefits the film enormously. I also really liked the sad, yet epic score from composer Christian Henson, that sounds a bit like the score John Barry did for another period plague film , THE LAST VALLEY (a terrific flick starring Michael Caine- that he’s always claimed was the most grueling thing he’s even done). Most impressive is the complete lack of CGI, with this going for a more traditional vibe that makes it feel like a modern day Hammer film.

While I have my doubts BLACK DEATH will get much of a theatrical release in North America, I’m sure it’ll be out on DVD before long and its well with checking out. This is a very well done and chilling piece of gothic horror, and something I expect could eventually pick up a cult following. It’ll also be fascinating to compare this to the upcoming, similarly themed Nicholas Cage flick, SEASON OF THE WITCH.

Grade: 8/10 - Source: Arrow in the Head

source: http://www.joblo.com/arrow/index.php?id=23276

           
     

Aintitcool.com LOVES Black Death - read the article directly here: http://www.aintitcool.com/node/45584
23.07.2010

Lovely video interview on fhm about Black Death and a lot of other questions :-)
http://www.fhm.com/reviews/movies/interview-sean-bean-from-the-cinema-20100621
21.06.2010

           
   

"movieblaze", 20.06.2010

Blazin’ Review: Black Death
Posted by movieblaze under Blazin' Reviews

Starring: Sean Bean, Carice Van Houten, Eddie Redmayne. David Warner, Andy Nyman

Director: Christopher Smith

Writer: Dario Paloni

Cinematography: Sebastian Eschmid

Original Score: Christian Henson

Running Time: 102 Mins.

Pestilence, so says Sean Bean’s knight, on a mission from the Bishop, many times during Black Death, if ever a film was worthy of being branded pestilent this is it, but mark my words this is not bad thing. Marketed as a film in the vein of Solomon Kane, a cheesy and comic-booky take on medieval times, this is as far removed from that film as any, it is also not an action packed romp through the middle ages that takes in heroic sword-fights and worthy knights, yes there is one fight scene but that in itself is more a skirmish that sees no victory for our “heroes”. In fact liken Black Death to any film and it would have to be the atmospheric brood of The Wicker Man.

Here Sean Bean is no hero and there is no big bad deity to be conquered, rather he is a knight seeking the one village that has escaped the pestilence (see, it’s that word again!) of the titular black death. Seen as either one of two things the disease itself is branded as either the work or the devil or God depending on your beliefs, needless to say Bean’s knight Ulric and his band of warriors are firmly in the band that feels it is the former aided in part by witches, so with the guidance of a Monk (Redmayne) these men aim to find the village and dispose of the “Necromonger” who is up to the Witchcraft that is keeping the disease at bay from their people.

Unlike recent medieval romps Solomon Kane and the forthcoming Nic Cage Starrer Season of the Witch, this is not a bawdy action film that wears a cheesy nature with pride, no this is set in a land where death eeks at every turn and indeed from every frame, choosing to focus on character over action meaning it is a film punctuated with performance and drama rather than sword fight and siege. The first half of the film acting as something of a medieval road movie simpering with a sense of dread of the horrific events we know will eventually unfurl, ever-present in the form of a torture cage attached to the back of the horse and cart the men travel with.

Then when the band of men finally reach the village The Wicker Man comparisons become abundantly apparent, to say much more of the occurences there would be to spoil the expertly built suspense but needless to say it doesn’t end well for many. Carice Van Houten makes for a convincing witch but the interesting thing is we are never in doubt who we should root for character wise, but given the questions raised with regards to God and religion there is a hard to swallow air about whether Ulric’s band of men have a legitimate reason for their brutal mission.

But it is in the atmospherics that Black Death is won, director Christopher Smith who presided over Creep and Severance, both hugely gory Brit-horror’s, is an expert at creating a mood and the dial here is set very much to the aforementioned “pestilent”! This feels like a genuine depiction of the times of great hardship, women are generally hideous, everyone has browning teeth, suit’s of armour are believably rusty and everyone has their own agenda, even though they are god fearing/worshipping men! It is also nice to see a bit of restraint when it comes to the actual scenes of gore, shocking yes but not gratuitous surprisingly given Smith’s pedigree, finally a director has embraced the less is more mantra leaving you with a rather nasty taste in your mouth upon walking from the film, and quite frankly in a film that’s called Black Death you can ask for nothing better.

VERDICT

Black Death is a pestilent film personified, reeking a desperate and grim atmosphere it is an experience that any film dealing with such harsh times should be…and more, Aided by a clutch of convincingly shady performances director Christopher Smith has a forged a great, and grim, filmic experience.

source: http://movieblaze.wordpress.com/2010/06/20/blazin-review-black-death/

 
           
     

www.reelscotlandcom, 14. June 2010

Black Death

June 14, 2010 By Jonathan Melville

Squeezing in more soul and originality into its compact running time than a quiver-full of bloated Robin Hood remakes could ever hope to, Christopher Smith’s Black Death is a down and dirty foray into medieval England which should satisfy both action fans and those looking for something a little more thoughtful from their cinema.

It’s the 13th century, and the bubonic plague is sweeping England, leaving a decimated populace wondering if this is a sign from God or a natural disaster. As young monk Osmund (Eddie Redmayne) sends his girlfriend, Averill (Kimberly Nixon), into hiding before she becomes the next victim, his uncertainty about both his feelings for the girl and his dedication to the Church leads him to seek guidance from above.

A potential saviour soon arrives in the shape of a knight, Ulric (Sean Bean), sent from the Bishop to recruit a guide into the nearby marshland. Ulric and his men are on the hunt for a necromancer alleged to be protecting a village from the plague and it’s up to them to bring God to the villagers, not by prayer but by the edge of their swords.

Concisely setting up the story’s premise within the first 10 minutes, a welcome cameo by horror veteran David Warner confirming the film’s genre roots, Smith is then free to build up a convincing world of blood soaked morals and religious uncertainty around his characters.

The views of Osmund and Ulric are outlined early on as they encounter a lynch mob preparing to burn a suspected witch at the stake. While Osmund begs forgiveness for the woman, Ulric knows that her fate is already sealed, his solution to the problem another pointer that the heroes of the piece aren’t about to be drawn in straightforward black and white.

Though ostensibly the film’s lead, Bean, in full Lord of the Rings-mode, receives less screen time than Redmayne, who is the viewer’s way into this world. Hidden away in the bowels of the monastery, Osmund’s desire to help uncover the work of the Devil comes not out of his need to serve God, but rather to be with his woman, a determination played well by the engaging Redmayne.

This isn’t to say that Bean is sidelined, his portrayal of the battle-scarred Ulric a welcome presence in a film which thankfully doesn’t boast an abundance of celebrity stunt casting. The names and roles of Ulric’s party may blur slightly after their cursory introduction, but there’s a genuine sense of camaraderie between them which helps as their journey gets ever more dangerous.

While the tussles with rogue bandits may help raise the body count for those looking for some bloodthirsty swordplay, it’s the mystery at the film’s centre that helps raise it above mere slasher movie territory. Smith’s camera is always in and about the action, some inspired point of view shots giving variety to otherwise standard sequences.

Though Dario Poloni’s script can hardly be said to be subtle in its depiction of a red-blooded world of knights and violence, it also manages to nimbly skirt around the issues of religion, paganism and belief, leaving both those on screen and in the audience wondering exactly what does lie at the heart of a village seemingly ruled by a witch and her unwitting followers. This is a genre film alright, but exactly what genre that is depends on the personal views, and demons, of the viewers.

Thanks to the pairing of a placid Tim McInnerny as Hob and the smouldering Carice van Houten as Langiva, the black arts have never looked so appealing. A much needed shot of femininity in a testosterone-fuelled picture, van Houten’s assuredness is a perfect match for Redmayne’s naivete.

Building gradually towards its unpredictable climax, and causing more than a few tense moments as along the way, this delivers far more than a low budget genre movie has any right to: here’s hoping Black Death goes some way to stealing from Robin’s box office takings this summer as it’s clear which one deserves the riches.

★★★★

Black Death is on limited release in the UK

source: http://www.reelscotland.com/?p=3731

 

 

           
   

Yorkshire Post, 11. June 2010

Interview - Sean Bean: Sean explores the dark ages in historical thriller

Published Date: 11 June 2010

Yorkshire roughneck Sean Bean is at the heart of a new medieval thriller. He spoke to film critic Tony Earnshaw about his fascination with the dark ages.

Ask Sean Bean about his status as a sex symbol and this Sheffield-born hard nut of the screen squirms and looks at his shoes in embarrassment.

He's now 51 and still in demand to play tough guys in films as diverse as Troy, Outlaw and the Lord of the Rings series.

He has carved a nice niche for himself as an in-demand character actor in Hollywood thrillers and still makes women of a certain age swoon.

Bean himself won't be drawn on such matters, though there are still females who redden at the memory of the TV version of Lady Chatterley in which his earthy gamekeeper utters the immortal line "I want thee. Gerrin't shed". No-one does it like Sean Bean.

"One of the reasons I took this job," explains co-star Eddie Redmayne, "was because I am fulfilling my mother's fantasy – she's fancied Sean for years! It's something we've heard her talk about endlessly in our family household. She's been more excited about this than any job I have ever done.

"Sean is just amazing to watch. The man is not only a legend, he's kind and brilliant and intuitive as an actor. It's been a real pleasure working with him.

"Our characters are like chalk and cheese; I'm this soppy monk and he's this incredibly strong knight."

Bean's reputation in the biz is solid. Co-stars from Harrison Ford and Nicolas Cage to Charlize Theron and Jodie Foster and the multitudinous cast of The Lord of the Rings have only good things to say.

Eddie Redmayne can now be added to that list along with Christopher (Severance) Smith, the director of Black Death.

Yet Bean is more than just a standardised rent-a-villain for international action flicks. He was on board Black Death before anyone else and, in playing a fundamentalist Christian knight hunting down transgressors, saw parallels between the 14th and 21st centuries.

"The Black Death is rampant. The last thing the church wants are people turning their back on Christianity," says Bean, embarking on a theme.

"My character, Ulric, is an envoy to the Bishop. He wants to seek out these people – not to massacre the population but to seek out the leaders and destroy them.He believes in punishment from God. As far as he is concerned, if you don't believe then you're going to hell.

"People associate plagues or famines or natural disaster with punishment for the sinful way we've been living. The film has moral dilemmas that we're still dealing with today and it's depicted in such a way that you can believe that this could happen again," he says in his quiet way.

Bean admits to a fascination with medieval history. His training at RADA, plus his natural skills as a horse rider and swordsman – he won an award for his proficiency with a blade as a student actor – means he looks the part when sheathed in armour.

"As a kid, you wouldn't be very interested in the Corn Laws, but the Black Death was always something that one zoned in on. The symptoms were quite horrendous. The graphic pictures you'd see were almost like a small horror film within a history book.

"I'm also very interested in how people were governed by religion. When this terrible catastrophe came along, it affected the power and influence of religion for many years to come.

"I was attracted to the script because it wasn't just a horror story about people being burned. It's about the dilemma of religion."

In a career packed with heroes and villains faced with the challenges of courage and compromise, Black Death offers Bean one of his most complex and intriguing roles.

"More than a soldier and not quite a zealot, Ulric is, nonetheless, a hard-liner with a close eye on what happens after death.

"Today, most people live in a liberal society. People do have choice – we're not punished for not having the belief that everyone else has. That's a healthy situation for society to be in.

"But, as we know, there are extremists. Once that starts to simmer over into fanaticism, then it's dangerous.

"I'm sure there are some who will think that Ulric has a point. Others will believe he's a kind of monster.

"Ulric has a history that's always simmering below the surface. There's an unhappiness and a sadness to him. He's not a cruel man, but he's seen many things in his life. Maybe that's why he's been driven to take such a hard line on religion."

Black Death (15) is on nationwide release.

source: http://www.yorkshirepost.co.uk/film/Interview--Sean-Bean-Sean.6357067.jp

 
           
    From Friday's - 11.06.2010 Times newspaper :

http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/film/film_reviews/article7147506.ece

Kate Muir
Black Death is a nasty, brutish film that is far too long. The title seems to indicate that this might concern the bubonic plague of 1348, but in fact it is largely a homage to medieval torture porn, after a few cursory shots of rats and boils. The luckless Eddie Redmayne plays a novice monk, Osmund, who volunteers to help the Bishop's search party to find a village that has been spared the ravages of the plague — because it is, apparently, controlled by witches. The search party carries a portable rack and iron maiden; the villagers are into crucifixion. Ugly, pointless stuff.

She gives it one star.

From Saturday's - 12.06.2010 week-end Times :

http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/film/film_reviews/article7146048.ece

David Hayles
Sean Bean is on fine form as Ulric, a 14th-century knight who is sent with his band of horsemen and torturers to investigate a secluded village that, it is believed, has avoided the bubonic plague by practising witchcraft. So what will they do when they get to the village? "Identify the 'eretic," a wonderfully blunt Bean says, "capture 'im. Put 'im in the cage." If only things were that simple. For a start, said heretic turns out to be a her — the guileful, spooky Carice van Houten — and it is Bean and his merry men who are likely to end up in a cage. It's a solid, enjoyable chiller with some nice twists, and Bean's performance has moments of understated brilliance.

He gives it three stars.
 
           
     

10. June 2010

"Sean Bean is reliably excellent as the pragmatic Ulric,"

source: http://www.viewlondon.co.uk/films/black-death-film-review-34178.html


"Osmund, the young monk (as played by Eddie Redmayne), would be the viewer's normal point of relation, but his youth, innocence and ignorance make him difficult to side with. Sean Bean's towering performance easily supports the weight of the film and, combined with his look, can't help but bring about memories of Boromir, but it's a massive asset to the film and one that I relished"
source: http://www.denofgeek.com/movies/505646/black_death_review.html

           
     

Financial Times Review, 10. June 2010

Black Death

"Black Death is the week's best fiction film, if only on the basis that being hit by a medieval corpse cart is preferable to being hit by a pantechnicon carrying the world's patriarchal prejudices. Like the recent Valhalla Rising, this journey-allegory involving a band of warrior Christians trekking to a promised land is filmed in stripped colours and scarified textures and scored to electronic music.

Sean Bean is the chief soldier-monk, moving in with his men on a plague-free village said to be practising sorcery. Dutch actress Carice Van Houten (Black Book), fetching in lipstick and blonde hair, is the alleged witch and necromancer. A sexually conflicted young monk (Eddie Redmayne) seems to have wandered in from Greenberg. Otherwise everything is rather good in a style that Tarantino would call "getting medieval on your ass"."

source: http://www.ft.com/cms/s/2/77276d20-73de-11df-87f5-00144feabdc0.html

           
   

Sean Bean Interview

09 Jun 2010 Interview by Darren Bignell, LOVEFiLM

We speak to Yorkshire’s finest, Sean Bean about his role as Ulrich in the new Medieval thriller Black Death, from Brit director Christopher Smith.

The actor reveals what attracted him to the role of Ulrich, what is was like wading through the wet and muddy Middle Ages, and who his film icons are. The proud Sheffield United fan also gives us his insight into England's chances in the World Cup. Set in 1348 in plague ridden Medieval England, the story follows Osmund (Eddie Redmayne), a young monk charged with leading the fearsome knight Ulric (Bean), and his group of mercenaries to a remote village where the inhabitants are unaffected by the black death. Their quest is to hunt down a creature with the ability to revive the dead, called the necromancer. Upon discovering the mythical village, Ulric is forced to choose between his faith and the secrets of the village...

source: http://www.lovefilm.com/interviews/Black-Death-Sean-Bean

 
           
           
   

Empire Online, 9. June 2010

Sean Bean Talks Black Death

The star gives us the lowdown on his plague movie

Sean Bean stars in Christopher Smith's Black Death this week, as a medieval knight tasked with escorting a monk to investigate tales of necromancy while the bubonic plague rages around them. We asked Bean about starring in a medieval epic, shooting the film in the order of the story, and the fun involved in riding around castles on horseback...

source. http://www.empireonline.com/interviews/interview.asp?IID=1045

 
           
     

Time Out London, 8. June 2010

Black Death (2010)

Director: Christopher Smith

4 Time Out rating: (4 stars)

Average user rating: (5 stars) 12 reviews

Synopsis
In the time of the black plague, a monk is assigned to investigate a series of mysterious reincarnations.

Movie review
From Time Out London

Set in the plague year of 1348, Christopher Smith’s best film to date is a tale of fundamentalist Christianity, fearful superstition and atavistic paganism. Based on a fluid, intelligent screenplay by Dario Poloni, it marks Smith out as Britain’s most talented, least appreciated genre filmmaker. Striking visuals, confident storytelling, authentically grubby settings and an unsettling moral relativism combine to make his fourth feature emotionally involving, action-packed and thought-provoking.

After persuading his secret lover, Averill (Kimberley Nixon), to flee their plague-ravaged town, doubting novice monk Osmund (Eddie Redmayne) joins the bishop’s devout military envoy, Ulric (Sean Bean), and his ragtag band of mercenaries on an expedition to a remote village. This village has mysteriously been spared the pestilence and is rumoured to be a hotbed of pagan beliefs and necromancy. Dragging behind them a huge wooden torture device, Ulric and his men are guided by Osmund through the woods and marshes, encountering bandits and witch-burning locals en route. The village, however, appears to be a benign gynocracy presided over by healer Langiva (Carice van Houten) and her avuncular acolyte, Hob (Tim McInnerny).

Beneath this placid surface, however, is a roiling pit of religious duplicity and moral decay. Horror fans will note a structural similarity to ‘The Wicker Man’, but the real creative touchstone here is Herzog’s ‘Aguirre, Wrath of God’. The ruthless Ulric represents the official church, yet his zealotry prompts the Abbot (David Warner) to remark: ‘That man is more dangerous than the pestilence itself.’ For all her showy paganism, is Langiva a heretical necromancer or merely a charlatan witch? Her bizarre bird’s-nest hairdo (and van Houten’s wavering accent) does not inspire confidence, yet the lovestruck Osmund is tempted to abandon his faith. This is bracing, often brutal stuff, set in a world where, as Ulric says, ‘God has slipped over the horizon.’

Author: Nigel Floyd 2010-06-08 10:48:17
Time Out London Issue 2077: June 10 – 16, 2010

source: http://www.timeout.com/film/reviews/88560/black-death.html

           
     

8. June 2010

nice video-interview here:

http://www.digitalspy.co.uk/movies/interviews/a220235/sean-bean-black-death.html

           
     

Sean Bean's a man of steel
Jun 8 2010 WalesOnline

When a member of the Hollywood elite deigns to promote their latest movie, they usually ensure there’s an entourage of stylists on stand-by to make sure they’re looking immaculately groomed.

But there’s always the odd exception. Take Sean Bean for instance, who turns up to do an interview for his new film Black Death, looking somewhat dishevelled.

Post-cigarette, the 51-year-old actor appears unshaven, wearing a pair of old jeans and a grey jumper and his famous green-eyes looking on the tired side.

Perhaps realising he needs a helping hand in getting camera ready, he quietly asks if anyone’s got eye-drops. “It’s the air conditioning,” he explains with a sheepish grin. It’s then that you see a glint in his eye that hints at the heartthrob status he forged in those risque scenes with Joely Richardson in 1993’s Lady Chatterley and cemented as Lieutenant Colonel Richard Sharpe in the long-running TV series, Sharpe.

His roguish good looks also made him the perfect choice for playing brooding, tortured and often villainous roles such as the Irish republican terrorist in 1992’s Patriot Games, (he still bears the scars of that film after co-star Harrison Ford accidentally clocked him in the face with a boat hook), James Bond’s nemesis in 1995’s GoldenEye and the iniquitous treasure hunter in 2004’s National Treasure opposite Nicholas Cage.

“Yeah obviously that’s what directors and casting directors think,” he says on having the ’look’ of an authentically menacing villain. “I’m usually quite optimistic and positive but tend to play these dark characters, which I find very interesting actually as an actor.”

Quietly spoken, his strong Sheffield accent remains in tact despite the nomadic life of an actor, something he’s bemoaned as it’s meant spending lengthy periods away from his daughters, Lorna, 22 and Molly, 18 from his second marriage to Bread actress Melanie Hill, (his first wife was his high-school sweetheart Debra James), and then Evie, 11, from his third marriage to actress Abigail Cruttenden. The current Mrs Bean is the actress Georgina Sutcliffe who he married two years ago.

His tumultuous love-life has only exacerbated his reputation as a ’macho man’. But Sean turns out to be more charming than you’d expect. That’s not to say he can’t turn that intensity on when needed, which he does with aplomb in Black Death.

The title alone tells you this isn’t going to be a cosy rom-com. Set in 1348, the plague is decimating all in its path, and fear and superstition are rife. Sean plays Ulric, a knight and envoy of the bishop who’s charged by the church to investigate rumours of an isolated village hidden in marshland that the plague cannot reach and where a necromancer brings the dead back to life.

“I was fascinated by the script because it deals with the moral issues of religion and faith and the moral dilemma of what to believe in when there is such tragedy, chaos and mayhem, almost like hell on earth,” says Sean.

As you’d expect from Christopher Smith, the director of Severance and Creep, the mission brings its share of gruesome horror to the screen, but Sean says he liked the script because it wasn’t just a horror story. “It wasn’t about people being burned, it wasn’t about witches and bats flying around and horror for the sake of horror. The whole structure is based around the dilemma of religion and how far one goes to protect oneself from these horrors with belief.”

The director has described Ulric as “a killing machine for Christianity”, and Sean agrees. “

Yeah, that’s about right really,” he says laughing. But then he adds: “Ulric’s a man who totally believes in what he’s doing. He’s got a very pure belief, he totally believes it’s his mission to root out heretics and to promote the faith of the Church, so he doesn’t ever ask questions about what he’s doing. I’m sure there are some who will think Ulric has a point and I’m sure others will believe he’s a kind of monster. I personally believe he’s quite a good man for that period of time.”

To stress his point, he mentions a moment when Osmund, a novice monk, who Ulric enlists to lead him and his band of mercenary soldiers into the marshland, accuses him of not having a heart. “Ulric is quite devastated and hurt by that,” says Sean. “He’s appalled that this should be levelled towards him and he goes on to explain that he had a wife and child but ’they sit at God’s side now’. At that moment you see something of the man he was and it makes you question how he came to be who he is today and that’s something I always bear in mind when I’m playing a character.”

The young Sean never contemplated a career in acting, instead half-heartedly learning to become a welder in order to join his father’s business and dreaming of becoming a boxer or a professional football player for his beloved Sheffield United football team. It was while at college that a drama class caught his eye and six months later he’d successfully auditioned for RADA. He hasn’t looked back since.

Aside from travelling the world and not having to worry about his bank balance, he says that a bonus of his job is getting to act out a boyhood dream of brandishing a sword in battle scenes, whether that’s alongside Brad Pitt in Troy or as Boromir in Lord Of The Rings.

“It’s always good fun to be doing that sort of thing. It’s something I always enjoy physically.”

He says the fight scenes in Black Death were a particular favourite. “They were good because they were so realistic,” says Sean. “The way Chris Smith shot those fights was incredible, he actually got everybody in a real skirmish. There were swords flashing everywhere, boots flying, fists flying – it was mayhem!”

The movie was filmed on location in Sachsen-Anhalt, the medieval heartland of Germany, and it’s ironic that, given Black Death’s subject matter, Swine Flu broke out in Mexico just as they started shooting.

The near-hysterical reaction hammered home the fact even now, the fear of disease remains the same. “The numbers were going up and up and up and people were walking around with masks on and it almost became quite primitive what we were seeing on television,” says Sean, who admits he’s always had a morbid fascination with the period of the plague.

“At school I think most kids are fascinated by the period. The symptoms of the Black Death were quite horrendous and the graphic pictures you’d see in history books were almost like a small horror film within a history book. There is kind of a dark, macabre, gloomy quality to it, the torture and punishment and cages with men rotting in them and various superstitious beliefs like witches.”

As for whether he’s ready to lay down the sword and turn into an all-out Mr Nice Guy, he says with a smile: “Yeah maybe if one comes my way but I don’t really get that many types of scripts.” Sean’s set to be a man of steel for some time yet.

EXTRA TIME – SEAN BEAN

:: He was born 17 April 1959 in Sheffield.

:: His breakout role was in Stormy Monday in 1988 after co-star Melanie Griffith exclaimed ’I wanna make a movie with this guy!’ after seeing a picture of him.

:: He appeared in Moby’s video for We Are All Made of Stars.

:: His fear of flying led him to walk a mountain in full costume while filming Lord Of The Rings, while his co-stars arrived by helicopter.

:: He only stepped into the role of Richard Sharpe when Paul McGann had to pull out after an accident.

source: http://www.walesonline.co.uk

           
     

From Times Online

June 5, 2010

Sean Bean
The actor tells us why he’s much happier swinging a sword outdoors than being stuck in a library David Hayles

Though he’s best known for playing the Napoleonic swashbuckler Sharpe and Boromir in The Lord of the Rings, Sean Bean’s meat and drink has been portraying baddies in films including GoldenEye and The Hitcher. “The Americans see me in something like Patriot Games and say, ‘Yeah, that’s great’, and I say I’d like to play other stuff and they say, ‘No! You make a great bad guy’,” Bean, 51, says, in his soft Sheffield brogue. “I love playing villains but you have to be careful.” Recently, he was praised for his role in the dark TV crime drama Red Riding — as another nasty piece of work. But in Black Death, a new British horror film by Christopher Smith, the director of Severance, he enters more ambiguous territory, playing Ulric, a medieval knight who is sent to investigate rumours of witchcraft in a village that has remained stangely unaffected by the plague.

It’s not clear at the start if your character is a hero or a villain

He’s a man who’s just as likely to say a prayer for you as cut your head off, really. At first he appears to be quite a brute but he does mean well. In 1349 it was a different world — if you weren’t a Christian, if you were a heretic, you’d be killed. That’s his view of things — he believes being a heretic spawns evil and mischief. He’s very clear about his agenda.

Are you religious yourself?

Not that extreme! [Laughs] Around that time there wasn’t much choice one way or another. There’s a certain comfort in religion. You are a part of a group of people, a mass, going in the same direction. That can be a bad thing — people can become maniacs and fanatical, and they did. When you think that the plague killed half the population of Europe, and they tell you that it is vengeance from God, that really scares the pants off you.

After Sharpe and LOTR, you must be comfortable with swordplay

It’s always a pleasure to swing your sword about. It’s good fun. There’s not many fellas that don’t love that sort of thing [mimes cutting a throat]. Ulric is not a man of many words but you know his intentions. Those are the kind of roles I like. I hate the parts where you have to explain what’s happened, what’s going to happen — I think, “F***ing hell, I’m just the mouthpiece for the screenwriter here”.

Spoiler Alert! If you want to read the following paragraph, please mark it with your mouse

There’s a scene in Black Death where you’re strapped between two horses, about to be torn in two

I was a bit worried about that when I first read it. I said: “I’ll be strapped to one of them but there’s no f***ing way I’m going to be strapped to both of them. No chance!” You don’t know what horses are going to do

You’re also up to your neck in water and swamps — do you like getting your hands dirty?

I do. At the time, sometimes you wish you were doing a film set in a library, because it’s cold, you get bumps and bruises. But you get a real sense of satisfaction at the end of the day. I’ve just done this war film in Norway, Age of Heroes, and that was really tough, trudging in snow with bergens on your back. It’s hard work, but it adds to the film. You don’t have to pretend to be knackered because you really are.

Why did you become an actor?

The thrill I got when I first tried it — it’s like a high. I’d done other things before that. I’d dabbled with being a painter, I’d been in a band. I tried acting by accident. I got that high, and I still get it. You get it when you’re acting the scene. When you finish you feel pretty good. That’s the best part of it, the actual process. I knew that’s what I wanted to do and for that feeling to carry on for ever.

What would you have been if you weren’t an actor?

Something outdoors. A landscape gardener.

source: http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/film/article7141794.ece

 

           
   

www.horrorview.com, 26.05.2010

Black Death review

Review by: Shiv Timberwolf

It amazes me that Christopher Smith doesn't get nearly the fanfare he deserves, especially after the excellent tour de force that was Triangle. Aside from London Fright Fest and its followers there seems to very little publicity for his films. Nevertheless his newest creation, medieval thriller Black Death, was unleashed on a packed cinema of dedicated fans at the world premiere today, and finished to resounding applause as Mr. Smith showed us that he can put an entire film together in about a year and still come out with something that is even better than his last. In fact it is his ability to learn and develop with each film that make this director a just addition to your "must see every new film he makes" list (yes, I know you all have people you actively seek out just as much as I do).

Black Death, as mentioned above, is a medieval thriller. Not a genre that is a personal favourite of mine I'll admit, and one that has produced very few worthy films so far (this, of course, being one of them). The story follows Osmand (Eddie Redmayne), a novice monk, who is torn between his vows and Avril (Kimberley Nixon) - the woman he loves who has fled the village to escape the plague that is sweeping the land. When knight Ulrich (Sean Bean) arrives at the monastery looking for a holy man to lead his band of mercenaries across the marsh to a village that is rumoured to be free of the pestilence, Osmand sees a way to leave the monastery without betraying his vows, and volunteers. Of course things are never simple, and things soon get violent, complicated, and messy for poor Osmand.

Christopher Smith spoke at the premiere of how the story came to him while he was editing Triangle, and how the story holds a mirror to the fundamentalism that is present in contemporary society. Watching the film the viewer is starkly reminded of the witch-hunts of medieval England, and the savage murder and torture that went on "in God's name". This savagery is portrayed brutally on screen with one or two scenes causing a large majority of the audience to flinch and look away. In fact it seems that the director enjoyed a turning of the tables somewhat, with the production studio encouraging him to make the film more cerebral and darker while he was fighting to further the violence and gore.

The characters of Black Death actually feel like real people, as opposed to so many Hollywood films where the characters feel like soulless cutouts. Part of this is due to the quality of writing, but a lot of it is due to the worthy performances given by the actors. Newcomer Eddie Redmayne in particular pulled out an especially good performance as the lowly monk who is slowly crushed inside by the events he witnesses or is party to. And the image of Carice van Houten's as the witch Langiva is firmly instilled in my mind thanks to her razor sharp acting and also, as the film says itself, "because she's beautiful". Finally, of course, is the unmissable Sean Bean who turns a perfect role as Ulrich, giving us just enough to engage with the character but holding back enough to keep a sense of mystery around this enigmatic knight.

Black Death is another excellent film from Christopher Smith who only seems to get better with each new production. A medieval thriller with hints of the supernatural, a fast paced story, beautiful locations, and some scenes that will stick in your mind. Definitely worth a watch even if, like me, "medieval thriller" isn't usually a description that generates much excitement for you.

source: http://www.horrorview.com/movie-reviews/black-death

 

 
           
     

www.soundtrack-board.de, 25.05.2010

Nice review for the Black Death score here :


MMS10011 • BLACK DEATH
Music Composed by Christian Henson
Released on May 25, 2010 • CD/download

Set during the first outbreak of the bubonic plague in England, Black Death is a dark horror adventure movie that features a highly original score by Christian Henson. In his third collaboration with director Christopher Smith, Henson (whose scores for The Secret of Moonacre and Triangle are also available from MovieScore Media) has created a sonic world that fuses a modern approach to film scoring with a strikingly authentic sound. Using modern instruments, including a guitar quartet, and unusual playing techniques such as singing through a traditional tuba or playing the violin in a "primitive" viol-like style, Henson has created one of the most original film scores we've come across in recent time. Standout elements of the score is the contrast between relentless action and sparse melodic themes. A musical work filled with darkness, beauty and mystery. Not to be missed!

source: http://www.soundtrack-board. de/13604- moviescore- media-flicka- 2-mark-thomas- centurion- ilan-eshkeri- und-black- death-christian- henson.html

           
   

The Mirror, 23.05.2010


Knight of the living dead..
By Mark Adams 23/05/2010

YOUR MOVIES
BLACK DEATH
15, 101mins Opens Friday, May 28
THE STARS
Sean Bean, Carice Van Houten, Eddie Redmayne.
THE STORY
A young monk (Redmayne) is taken by a religious knight (Bean) to learn about a small village where everyone seems immune to the bubonic plague that is sweeping England.
THE VERDICT
An impressively bleak supernatural horror-drama, with Bean nicely cast as a zealot warrior-priest and Van Houten (Black Book) the charismatic witch who watches over a remote village.
3 FINAL CUT Witches and knights... what's not to like?

source: http://www.mirror.co.uk/news/top-stories/2010/05/23/knight-of-the-living-dead-115875-22278350/

 
           
     

www.totalfilm.com, 10. May 2010

Black Death review

Goes off the boil…

TOTAL FILM RATING: (3 stars) - BY: Matt Glasby May 10th 2010

Black Death review - Centurion, Solomon Kane, Valhalla Rising… British horror has been getting seriously medieval on our asses lately.

Now it’s Severance director Christopher Smith’s turn. Can his fourth effort find some dark poetry in the Dark Ages?

Smith is a talented director, one of the great British hopes, but accusations of narrative magpie-ing dogged both Creep and Triangle, and Dario Poloni’s (Wilderness) screenplay is unlikely to provide absolution. The year is 1348 and the pestilence of the title – “more cruel and more pitiless than war” – has decimated England’s God-fearing populace.

Taking young monk Osmund (Eddie Redmayne) as their guide, Ulric (Sean Bean) and his band of mercenaries are on a mission to reclaim a remote village from necromancer Langiva (Carice van Houten) – by force if necessary. It’s all in the name of The Lord, of course, but that doesn’t stop Bean and his not-so-merry-men raising merry hell along the way.

The period recreation is (well, looks) flawless, the fights are suitably brutal (Bean was born to wear armour, lop off limbs and shout, “We ride at dawn!”) and Smith conjures a benighted world of witch burnings and black-toothed corpses with handheld élan.

It’s only when the tragically miscast Tim McInnerny (too genial) and Van Houten (too Dutch) turn up that the film, like the protagonists, finds itself stuck. The supernatural threat they pose palls in comparison to the corporeal horrors of the plague outside – it’s hard to believe a bunch of tree-huggers could take on Boromir himself.

Things get back on track for the denouement, though genre fans may still feel they have bones to pick with Smith and Poloni. While the points the duo raise about the tyrannies of faith and indoctrination are valid ones, to borrow scenarios so baldly from two cult British classics (we’re not saying which) is practically blasphemy.

Verdict: Having set his characters adrift in a world gone-to-hell, Smith proceeds to leave them (and us) hanging. The result is a brave, serious-minded but odd film that promises more than it delivers

source: http://www.totalfilm.com/reviews/cinema/black-death

           
   

Aint it cool, 05.05.2010

A nice snippet about Black Death:


" It's Sean Bean versus the plague in BLACK DEATH, the latest from CREEP / SEVERANCE / TRIANGLE director Christopher Smith. Is Smith's first foray into the world of multiple-word titles any good? Why, yes. I've seen it and yes it is, indeed. And so is the trailer, freshly arrived on UK shores. Bean is one of those guys who tends to be quite good in a lot of quite bad films so it's always refreshing when he gets to be in a film as good as he is. This is one of them."

source: http://www.aintitcool.com/node/ 44950

 
           

www.filmhousecinema.com, 05.05.2010

Black Death
Showing Until Wed 16 Jun

Nicht gerade ein Film, von dem zu erwarten wäre, daß er die Leinwand des 'Filmhouse' [das Kino in Edinburgh, in dem das Edinburgh International Filmfestival seine Heimat hat] zieren würde, aber Christopher Smiths ("Creep" mit Franka Potente, "Severance – Ein blutiger Betriebsausflug", "Triangle – Die Angst kommt in Wellen") intelligenter und durchdachter Film reicht weit über die Grenzen des Genres und ist damit mehr als wert hier gezeigt zu werden.

England, 1348, auf dem Höhepunkt der Beulenpest. Gerüchte kursieren über eine kleine Gruppe von Menschen in einer abgelegenen Gegend, die nicht von der tödlichen Plage, die Europas Bevölkerung dezimiert, betroffen sind. Der örtliche Abt (David Warner) sendet Ritter Ulric (den großartig stoischen Sean Bean) und seine Gruppe von Söldnern aus um zu untersuchen ob es tatsächlich Zauberei ist, die dort die Pest in Schach hält. Ihr Führer ist der Novize Osmund (Eddie Redmayne), der aus dem örtlichen Mönchskloster stammt. Dessen verbotene Liebe zu einem schönen Mädchen wird seinen Glauben auf die Probe stellen ...

Geschickt auf aktuelle Themen wie religiöse Intoleranz und Wahn, weltweite Pandemien, sowie die uralten Fragen über die Natur des Bösen, des Glaubens, des Heidentums, des Aberglaubens und der Kreuzzüge verweisend, ist es eine perfekt schmutzig und dunkel entworfene, ungemein ansteckende Heraufbeschwörung des Mittelalters, folgend in der glorreichen Tradition von Filmen wie "Wicker Man – Ritual des Bösen" und "Der Hexenjäger".

Achtung: Der Film enthält gewalttätige Szenen.

Quelle: ©2010 Filmhouse Cinema Ltd
http://www.filmhousecinema.com/showing/black-death/
Übersetzung: EFi


www.filmhousecinema.com, 05.05.2010

Black Death
Showing Until Wed 16 Jun

Not a film you might readily expect to see gracing a Filmhouse screen, but Christopher (Creep, Severance, Triangle) Smith's intelligent and mature film reaches far beyond the genre norm and is well worthy of inclusion here.

England, 1348, the height of the bubonic plague. Rumours abound of a remote group of people untouched by the lethal scourge decimating Europe. The local Abbot (David Warner) despatches knight Ulric (a splendidly phlegmatic Sean Bean) and his mercenary band to investigate if necromancy is indeed holding the pestilence at bay. Their guide, plucked from a local monastery, is conflicted novice monk Osmund (Eddie Redmayne), whose forbidden love for a fair maiden means his faith will be put to the ultimate test...

Deftly alluding to such contemporary hot potatoes as religious intolerance/delusion and global pandemic, as well as the age-old matters of the nature of evil, faith, paganism, superstition and the Crusades, it's a perfectly grottily designed, tremendously miasmic evocation of medieval times, and very much in the glorious tradition of the likes of The Wicker Man and Witchfinder General.

Please note: Contains strong violence

source: ©2010 Filmhouse Cinema Ltd - http://www.filmhousecinema.com/showing/black-death/

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update 10. Oktober 2010 +++ upload rg / 19. September 2010