"Sean did a fantastic job - his voice is perfect - perfect - for the narration and gives the imagery and text a real gravity. A solid professional and a genuinely nice man too."
Quelle: Alan Coltman, Regisseur, 03.10.2009, e-mail-Korrespondenz mit rg

Drumhead
"Drumhead" ist ein englischer Ausdruck für ein Standgericht

"Wir sind zurück im Studio und schreiben an einem Stück für einen Kurzfilm des Londoner Filmemachers Alan Coltman mit der Stimme von Sheffields hervorragendem Sohn Sean Bean. Der Film heißt Drumhead und wird seine Premiere beim London Independent Film Festival am 23. April haben.
Das Gedicht, das Sean vorträgt, heißt Strange Meeting und wurde 1918 von Wilfred Owen geschrieben, der ein paar Tage vor Kriegsende an der Sambre gefallen ist. "
Quelle: The Black Dog "...Britain’s leading left-field techno group..." ,Sheffield, www.theblackdogma.com , 7. April 2009./Übersetzung rg

Drumhead

Kurzfilm - UK - 2009 - 5 Minuten
Regisseur: Alan Coltman
Stimme: Sean Bean
Musik: The Black Dog

Premiere 24. April 2009
London Independent Film Festival

Gewinner Bester Internationaler Kurzfilm
Polar Film Festival 2009 - Turku, Finland

 

 

 

"Die verstörenden Berichte über die Verhängung der Todesstrafe für Wehrpflichtige wegen Insubordination, Feigheit, Desertieren oder sogar für Einschlafen auf dem Posten sind legendär.

In der britischen Armee wird das besonders deutlich in den brutalen und zynischen Rapporten aus dem ersten Weltkrieg, als Soldaten zum Tod durch Erschießen verurteilt wurden, die an einer Kriegsneurose litten oder an "moralischer Schwäche".

Wilfred Owens 'Strange Meeting' wurde aus vielen Gründen ausgewählt - so ist es bitter ironisch, daß "der Feind den du tötest, mein Freund" tatsächlich ein Freund war.

Dieses Gedicht gegen die Bilder eines Standgerichts ("Drumhead") für einen deutschen Soldaten aus dem 2. Weltkrieg zu setzen, hatte drei Gründe - zu unserer Schande müssen wir gestehen, daß Owens Worte verloren sind, denn die Geschichte wiederholt sich selbst, und es reflektiert Owens eigene Sicht bezüglich der fundamentalen Unterschiede zwischen Freund und Feind - letztendlich gibt es keine....

Drittens - um die überwältigende Manipulation der Menschen durch politisch-militärische Mächte zu zeigen. Das schrecklichste Beispiel dafür spricht durch die Filmbilder für sich selbst.

"Drumhead" ist entstanden, weil Strange Meeting mein Lieblings-Gedicht ist - hier sind mehr als glänzende, schöne Worte - es ist eine Botschaft aus der Vergangenheit, die nie verloren gehen darf."

Alan Coltman - Oktober 2009
( Übersetzung rg)

 

"ARBEITEN MIT SEAN BEAN

1994 bin ich Sean Bean kurz begegnet, als er den Spielfilm "When Saturday Comes" drehte. Damals war ich Filmstudent, und habe so auch die Sheffield Independent Film Büros besucht, wo die Produktion ihren Sitz hatte.

Ich habe schon immer Seans Arbeit bewundert, und in der kurzen Pause während der Film-Presse-Konferenz (die im The Rutland Arms Pub gegenüber der SIF stattfand) habe ich mich Sean vorgestellt und ein paar Worte mit ihm gewechselt. Seine zurückhaltende und freundliche Art hat mich sofort tief beeindruckt - wir schüttelten uns die Hände und ich habe ihm alles Gute für diese Produktion gewünscht (Immerhin war er gerade dabei, einen Film in seiner Heimatstadt über eine seiner Passionen - Fußball - zu drehen).

Ich erinnere mich, daß ich dachte - was für ein Gentleman - wäre es nicht toll, eines Tages mit ihm zusammenzuarbeiten?

Jahre später suchte ich einen Sprecher für meinen Kurzfilm Drumhead. Wir brauchten auf alle Fälle einen hochkarätigen Künstler, dessen Name nicht nur Interessse an dem Projekt wecken würde, sondern der auch eine sehr ausgeprägte Stimme haben mußte, die der "Stimme" des Films entsprach. Die Stimme würde dem Projekt eine solide Grundlage geben und Wilfred Owens Worten die erforderliche Tiefe und Eloquenz verleihen.

Als ich Seans ICM-Agenten kontaktierte, dachte ich wirklich, daß unser kleiner aber wichtiger Film keine Chance hätte, an den Dollarzeichen-Verwaltern vorbeizukommen.

Wie man sich täuschen kann.

Nicht nur leiteten sie das Script/Gedicht an ihren Klienten weiter - Sean stimmte auch zu, einige Zeit mit uns zu verbringen, um die Erzählstimme aufzunehmen. Offenbar war es nicht die Sheffield Connection, die der entscheidende Faktor dabei war, sondern das Sean Wilfred Owen sehr mochte (er war sein Lieblingsdichter als er ein Schuljunge war).

Öfter als man glaubt greift das Schicksal ein.

Tontechniker Stevie Haywood und ich trafen uns mit Sean einige Wochen später in der "Sound Company" in London, um die Aufnahme zu machen. Wieder fand ich ihn freundlich und unkompliziert. Seans Stimme war etwas rauher, als ich gedacht hatte, aber sie war absolut perfekt für die Sprech-Rolle - ein Soldat, erschöpft vom Kampf. Dies war die Stimme eines Kriegsveteranen.

Zu hören, wie Sean mit jeder Zeile und Intonation immer besser wurde, während wir die Takes aufnahmen, war pure Magie. Regieanweisungen während der Lesung waren minimal - ab und zu gab ich Erklärungen zur Bedeutung des Textes und warf mit einigen Analogien um mich - dann brachte Sean es auf den Punkt!

So ist das, wenn man mit einem instinktsicheren Talent arbeitet.

Ich schüttle immer noch ungläubig den Kopf, wenn ich mir die Originalaufnahme anhöre. Vielen Dank Sean - you are the cutting edge, Blade."


Alan Coltman - Oktober 2009
(Übersetzung rg)


 

 

upload rg/13. Oktober 2009
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Regisseur Alan Coltman schreibt für beanland.de über seinen Film und die Arbeit mit Sean Bean - hier