Die Scharfschützen - Das letzte Gefecht -- Sharpe's Challenge .
 

 

 

 

 

 

"... He’s reluctant to go back to soldiering. He’s not lost any of his admirable qualities, but he’s a reluctant warrior when we find him at the beginning of the film... "
Sean Bean

Zitat

 

 

Quelle:
 

"Interview - Sean Bean is Richard Sharpe" Fundort: www.sharpefilm.com/2006 -- rg/19.04.2006

 

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...und tatsächlich! Da stand er, in voller Lebensgröße, Daragh O'Malley aka Sgt. Patrick Harper, auf dem schmalen Bürgersteig nur einen Schritt von mir entfernt! Er trug dunkle Hosen mit dunklem Jacket und darunter ein schwarzes T-Shirt mit V-Ausschnitt. Sein Haar ist zur Zeit ziemlich kurzgeschnitten. Ich kramte mein Reisetagebuch hervor und stellte mich artig hinter einigen anderen Leuten an. Als ich an der Reihe war, wollte ich (natürlich) auch ein Autogramm haben, dass er mir geduldig ins Tagebuch schrieb. Er hat auch nach meinem Namen gefragt, und wie man den buchstabiert, und fragte auch, wo wir herkommen. So, jetzt habe ich also für die Ewigkeit einen Gruß von Sgt. Harper, der sich ungefähr wie "..with Love from all Sharpe..." liest! ;-)

Und so charakterisiert Daragh O'Malley seinen Harper in Sharpes Challenge: “...When Sharpe gave up soldiering and became a farmer in France, Harper returned to Ireland. But he couldn’t settle and was soon working undercover as a spy for the Duke of Wellington. It’s like every boy’s dream working on Sharpe. You never really grow up on that set..." (aus: "Interview: Daragh O'Malley is Patrick Harper" Fundort: www.sharpefilm.com, 2006)

Wir hörten, dass nur die Briten in den Genuß der zweiteiligen Miniserie kommen würden, und zwar auf ITV1, am 23. and 24. April 2006, Laufzeit: 2 x 90 min.

Im Moment ist noch nicht klar, ob die DVD, die in England/Region 2 am 1. Mai 2006 erscheinen soll, die internationale, also "kurze" Version sein wird, order nicht.

Es wurde dann auch offiziell erklärt, dass Sean Bean heute nicht anwesend sein könne, worüber er außerordentlich enttäuscht sei.

 

Schließlich durften wir das Gebäude betreten und konnten unsere Tickets abholen. Hinter dem Eingangsbereich war eine Art Barraum zu sehen mit bequemen, dunkelbraunen Ledersofas und Tischen, der sich langsam mit Leuten füllte. Erst als ich später über diese Zusammenkunft nachdachte, ist mir klar geworden, dass dies ein wirklich demokratischer Weg war, dieses besondere Event zu beginnen. Man möge bitte bedenken: Es gab keinen roten Teppich und keinen großen Empfang. Nur Schauspieler, BAFTA-Mitglieder und gewöhnliche Ticket-Käufer wie wir, die langsam hereinspazierten, herumliefen, sich begrüßten und unterhielten. Und wir waren mittendrin. Man konnte die Leute beobachten, und sah z. B. diese außergewöhnlich schöne Inderin im gelben Kleid, die sich mit Salman Rushdie unterhielt (und man lernte, dass das die Schauspielerin Padma Lakshmi ist, tatsächlich die Ehefrau des Schriftstellers.)

Es war toll, plötzlich Gesichter wie das von "Wellington" zu erkennen, und zu sehen, wie diese Figuren einer anderen, unwirklichen Welt der Fiktion und Illusion plötzlich sehr real und menschlich wurden. Natürlich ist einem verstandesmäßig klar, dass Schauspieler auch nur Menschen sind, aber es ist schon etwas anderes, wenn man sie mit eigenen Augen herumlaufen sieht, ein Glas in der Hand, vertieft in die Unterhaltung mit jemandem. Mühelos konnte man sich plötzlich auch Sean Bean vorstellen, wie er sich zwischen diesen Leuten... Entschuldigung ... zwischen uns bewegt, trinkend, redend, grüßend....

 
   

Sharpe's Challenge
Special BAFTA Screening - London, Great Britain
Montag, 3. April 2006

Aktuell! im deutschen Fernsehen
Mo./Di.-Nacht 30. April/1. Mai 2012/ 02:40 h - Kabel 1

alles über die deutschen DVD/BluRay-Ausgaben hier!

Schließlich, nach ca. 30 - 40 Minuten, bewegten sich alle Richtung Kinosaal. Einige Ankündigungen wurden gemacht, das Licht ging aus...

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... und Sharpe marschierte herein - unglaublich blond und unglaublich gut aussehend, und in roter Uniform. Es war phantastisch, Sharpe zum erstenmal überhaupt auf der großen Leinwand zu sehen. Sie könnten ruhig alle Sharpe-Folgen als Extra-Kinovorführung bringen. ;-)

Ich gehe nicht zu sehr ins Detail, was die Story betrifft, sondern bewege mich anhand der schon bekannten Storyline. Ich denke mal, wer mehr wissen will, findet auf den einschlägigen Boards alles, was das Herz begehrt und möglicherweise sogar noch mehr. - Ansonsten ist das schlichtweg ein Film, den man sich selbst anschauen muß.

Wie bekannt wird Sharpe, der jetzt ein Bauer in der Normandie ist, nach England zurückgerufen. Hier erfährt er, das sein Freund Patrick Harper in Indien verlorengegangen ist. Das ist der Hauptgrund, weshalb er sich schließlich auf den Weg macht. (Ich hoffe, das das nach der Erntezeit spielt, sonst dürft ihr mir glauben, dass er nicht so einfach hätte entschwinden können! Es wäre auch interessant zu hören, was Lucille dazu zu sagen hat. )

In Indien gibt's dann natürlich Sonne, atemberaubende Landschaft, indische Soldaten, Simmerson und den sehr sehr bösen, sehr gutaussehenden und zufriedenstellend langhaarigen Dodd, gespielt von dem sehr, sehr, sehr talentierten Toby Stephens. Endlich einmal ein Engländer als Feind, und er gibt uns wirklich alles, was wir in einem Sharpe-Hauptgegenspieler erwarten. Im Film erwarten uns einige atemberaubend gute Fechtszenen und ich bin glücklich, sagen zu können, das Sharpe nichts von seiner Anziehungskraft auf Frauen verloren hat. Wir haben als Feind auch einen weiblichen Regenten, gespielt von der schönen Padma. Sharpe und Harper schmuggeln sich undercover in ihren Palast, und es kommt (natürlich) auch zu einer großen Schlacht.

Sharpe hat nicht ein bischen von seiner Schärfe verloren. er ist ein bischen älter geworden, man sieht Fältchen um seine Augen, aber das steht ihm gut. Er ist voll fit und als es zur endgültigen Konfrontation mit seinen Feinden kommt, beginnt man ein bischen traurig zu werden, denn es wird einem bewußt, dass diese farbenfrohe Story in Kürze enden muß. Als dann das so bekannte "Over the Hills" beginnt, und Sharpe zurückblickt, so wie er immer zurückschaut, beginnen die Leute im Saal leise mit John Tams mitzusingen, und das ist ein wirklich bewegendes Ende dieser besonderen Vorführung.

Dann folgte das "Question and Answer" mitBernard Cornwell, Padma Lakshmi, Daragh O'Malley und Tom Clegg. Der Moderator stellte sie uns vor und jeder von den vieren erzählte erst einmal, was ihm an dem gerade gesehenen Film besonders beeindruckt hatte. Alle Kommentare waren positiv. Sowohl Tom Clegg als auch Daragh O'Malley, die genauso lang bei den Scharfschützen sind, wie Sean Bean, wiederholten, was sie auch schon vorher gesagt hatten: das Sean Bean Richard Sharpe "ist" und immer sein wird. Das sie das nicht nur so dahingesagt hatten, wurde im Verlauf des Q+ A auf nette Art klar: Beide benutzten ganz unbewußt, als sie über Sean Bean erzählten, einmal, anstatt der Worte "Sean machte..." den Ausdruck "Sharpe machte..."!

Ich fand es auch sehr großherzig von Herrn O'Malley, dass er viel über Sean Bean erzählte - er hätte das nicht tun müssen und hätte ebenso gut über sich selbst erzählen können.

Als er gefragt wurde, wie es war, nach so langer Zeit wieder in das Sharpe-Universum zurückfinden zu müssen, erzählte er, dass er selbst Sean Bean seit dem letzten Sharpe auch nicht mehr gesehen hätte, und das ist jetzt immerhin schon über 8 Jahre her. Doch als er aus dem Auto ausstieg, sagte Sean so etwas wie ...Hey Daragh...geradeso, als ob er nur gerade von der Toilette zurückgekommen wäre... und nach dem zweiten Tag am Set waren sie wieder zurück und es fühlte sich an, als ob nie eine Unterbrechung gewesen wäre. (schlecht erzählt von mir, Daragh O'Malley kann das um einiges besser. Man bekam den Eindruck, dass er die eine oder andere Story zum besten geben kann, wenn man ihn nett fragt).

Später hörten wir noch Details, weshalb Herr Bean nicht hier sein konnte: Er filmt gerade in Amerika (Faceless) und es gab hier eine Verzögerung von 2 Tagen. Er muß alles versucht haben, was möglich war, um es zu dieser Vorführung zu schaffen, aber am Ende ging es nicht. Der Produzent Muir Sutherland, mit dem wir kurz ins Gespräch kamen, meinte, es sei sogar in seinem Vertrag gewesen, dass er an dieser Vorführung teilnimmt. Ihm selbst wäre es ebenfalls sehr wichtig gewesen, aber es klappte einfach nicht. Es wurde so oft wiederholt, wie enttäuscht S. Bean darüber war, um nicht zu sagen "pissed off", dass einem der Mann am Ende direkt leid tat!

So, das war's. Ein wirklich besonderes Ereignis, dass ich nicht vergessen werde. Und wer hätte vor 8 Jahren gedacht, als im deutschen Fernsehen ein Film über diese Scharfschützen lief, die ich von dem Moment an liebte, als ein frecher Sergeant seinem vorgesetzten Offizier auf die Frage "...wieder betrunken, Harper..." mit "ich auch, Sir!..." antwortete, dass ich hier stehen und tatsächlich mit einem von den Kerlen reden würde? Mein besonderer Dank geht an Daragh O'Malley, der, als Ire Patrick Harper, nicht nur die "Chosen Men" würdig vertrat, sondern auch all die anderen Fremden in Wellingtons Armee, wie z.B. die KGL und der heute auch für seinen Freund eintrat, Richard Sharpe...oder meine ich Sean Bean? Egal.

Danke.

 

 

  Offizielle (englische) Website: www.sharpefilm.com
Bildherkünfte:

Alle Bilder: Offizielle PR-Bilder (alle von www.sharpefilm.com)

das wirklich große Bild: von: www.compleatseanbean.com.

   
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im deutschen Fernsehen
13. Oktober 2008 / 00:05 Uhr auf Pro 7!


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